Deutsche Redaktion

Tusk: Polnische Hinweise in Epstein-Akten – Regierung prüft mögliche Ermittlungen

03.02.2026 14:01
Polens Ministerpräsident Donald Tusk hat die Einsetzung eines Teams angekündigt, das mögliche polnische Verbindungen im Skandal um den US-Milliardär Jeffrey Epstein untersuchen soll. Die Experten werden gemeinsam mit dem Justizministerium sowie den Geheimdiensten prüfen, ob sich daraus die Notwendigkeit strafrechtlicher Ermittlungen ergebe, sagte Tusk vor einer Sitzung des Ministerrats in Warschau.
Millionen Dokumente wurden bereits verffentlicht  weitere knnten folgen.
Millionen Dokumente wurden bereits veröffentlicht – weitere könnten folgen.Associated Press/Sergey Bobylev/East News

Die Affäre um Epstein, der wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im Mittelpunkt zahlreicher Ermittlungen stand, beschäftige auch Polen aufgrund möglicher „polnischer Spuren“ in den veröffentlichten Dokumenten, erklärte der Regierungschef. Sollte es Hinweise darauf geben, dass polnische Kinder Opfer eines pädophilen Netzwerks geworden seien, werde die Regierung alles tun, um eine Aufklärung und Wiedergutmachung zu erreichen.


Tusk verwies zudem auf Berichte, wonach auch russische Geheimdienste in den Skandal verwickelt gewesen sein könnten. In internationalen Medien mehre sich der Verdacht, Epstein habe hochrangige Politiker kompromittiert und dabei möglicherweise mit russischen Akteuren zusammengearbeitet.

Insgesamt seien bereits mehrere Millionen Dokumente, Fotos und Videos aus den Ermittlungsakten veröffentlicht worden. Polen könne gegebenenfalls auch die US-Behörden um Zugang zu bislang nicht freigegebenen Unterlagen bitten, so Tusk. 


gazeta/jc


Neue Epstein-Dokumente: Polnische Namen tauchen in den freigegebenen Akten auf

03.02.2026 06:40
Neu veröffentlichte Akten im Fall des amerikanischen Finanzierers und verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein enthalten mehrere Hinweise auf polnische Staatsbürger. Die Unterlagen, die vom US-Justizministerium am vergangenen Freitag freigegeben wurden, umfassen nach offiziellen Angaben rund drei Millionen Seiten, etwa 2.000 Tonaufnahmen sowie ungefähr 180.000 Fotografien.