Deutsche Redaktion

Moskau nach Anschlag: Beschuldigungen gegen Ukraine und Polen

09.02.2026 10:41
Russische Behörden bringen nach dem Anschlag auf den GRU‑Vize Wladimir Alexejew sowohl ukrainische als auch polnische Spuren ins Spiel und melden die Festnahme eines mutmaßlichen Schützen. Für die behauptete Beteiligung polnischer Dienste gibt es bislang keine unabhängige Bestätigung.
KE rozpoczyna konfesjonały ws. 20. pakietu sankcji na Rosję
KE rozpoczyna konfesjonały ws. 20. pakietu sankcji na RosjęReuters

Nach dem Anschlag auf den stellvertretenden Chef des russischen Militärgeheimdienstes GRU, General Wladimir Alexejew, sprechen russische Sicherheitsbehörden sowohl von ukrainischen als auch von angeblichen polnischen Spuren. Der hochrangige Offizier war am 6. Februar in Moskau von einem maskierten Täter angeschossen worden und erlitt Verletzungen an Bein, Arm und Brust. Laut russischen Medien befindet er sich nach einer Operation in einem schweren, aber stabilen Zustand.

Zwei Tage nach dem Angriff meldeten russische Behörden die Festnahme des mutmaßlichen Schützen – eines 66‑jährigen Russen ukrainischer Herkunft namens Lubomir Korba. Er soll nach FSB‑Angaben im Auftrag ukrainischer Dienste gehandelt und auf einem Übungsgelände bei Kiew vorbereitet worden sein. Russische Medien berichten zudem unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst, polnische Dienste seien an der Vorbereitung des Anschlags beteiligt gewesen. Für diese Behauptung liegen keine unabhängigen Bestätigungen vor.

Als weiteren Beteiligten nennt der FSB einen Mann namens Wiktor Wasin, der sich angeblich zu Sympathien für die von Alexej Nawalny gegründete Antikorruptionsstiftung bekannt haben soll. Die Organisation wurde in Russland als terroristisch eingestuft, und der Staat verfolgt Personen, die mit ihr in Verbindung stehen oder entsprechende Inhalte verbreitet oder unterstützt haben.

IAR/adn


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