Deutsche Redaktion

Anschlag in Moskau: Zustand von GRU-Vizechef weiter unklar

06.02.2026 12:14
Unabhängige Medien verweisen auf Alexejews Rolle innerhalb der russischen Sicherheitsapparate. Er soll an der Operation gegen den früheren Doppelagenten Sergej Skripal im britischen Salisbury beteiligt gewesen sein und als Verbindungsmann zur Söldnertruppe Gruppe Wagner sowie zu deren Gründer Jewgeni Prigoschin gegolten haben
KE rozpoczyna konfesjonały ws. 20. pakietu sankcji na Rosję
KE rozpoczyna konfesjonały ws. 20. pakietu sankcji na RosjęReuters

Nach einem Anschlag in Moskau ist der Gesundheitszustand des stellvertretenden Chefs des russischen Militärgeheimdienstes GRU, General Wladimir Alexejew, weiterhin unbekannt. Der Offizier wurde von einem bislang nicht identifizierten Täter angeschossen und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Über Art und Schwere der Verletzungen gibt es widersprüchliche Angaben. Während einige russische Online-Medien von einem Schuss in den Rücken berichteten, meldete die Zeitung Kommersant, Alexejew sei mehrfach getroffen worden – unter anderem an Brust, Arm und Bein – und befinde sich in kritischem Zustand auf der Intensivstation.

Der Angriff ereignete sich in einem Wohngebiet nahe der Wolokolamsker Chaussee im Nordwesten der russischen Hauptstadt. Das Ermittlungskomitee Russlands bestätigte den Vorfall offiziell, machte jedoch keine Angaben zu möglichen Hintergründen.

Unabhängige Medien verweisen auf Alexejews Rolle innerhalb der russischen Sicherheitsapparate. Er soll an der Operation gegen den früheren Doppelagenten Sergej Skripal im britischen Salisbury beteiligt gewesen sein und als Verbindungsmann zur Söldnertruppe Gruppe Wagner sowie zu deren Gründer Jewgeni Prigoschin gegolten haben. Alexejews direkter Vorgesetzter ist Igor Kostjukow, der derzeit die russische Delegation bei Gesprächen mit der Ukraine leitet.

IAR/adn 

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