Deutsche Redaktion

Jahrestag von Nawalny-Tod: Russische Opposition fordert Sondertribunal gegen Putin

16.02.2026 11:21
Russische Oppositionelle fordern auf einem Forum in Vilnius die Einrichtung eines internationalen Sondertribunals gegen Präsident Wladimir Putin und die politische sowie militärische Führung in Moskau. Neue Erkenntnisse zur mutmaßlichen Vergiftung und zum Tod Alexej Nawalnys verstärken den Ruf nach juristischer Aufarbeitung des Kriegs gegen die Ukraine und politischer Repressionen. Unterstützung kommt unter anderem aus europäischen Institutionen.
Аляксей Навальныфота: ФБ/Алексей Навальный

Russische Oppositionelle drängen auf die Einrichtung eines internationalen Sondertribunals gegen Präsident Wladimir Putin. Auf einem Forum in Vilnius forderten sie, die politische und militärische Führung in Moskau für den Krieg gegen die Ukraine sowie für Repressionen gegen Regierungskritiker zur Verantwortung zu ziehen.

Als zentrales Argument verweisen sie auf neue Erkenntnisse zum Tod des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny. Er war am 16. Februar 2024 in einer Strafkolonie gestorben. In einer gemeinsamen Erklärung erklärten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, die Niederlande und Schweden vor dem Jahrestag seines Todes, Nawalny sei mit einem synthetisch hergestellten Gift aus dem Schleim südamerikanischer Frösche vergiftet worden.

Der Politologe Alexander Morosow sieht darin Hinweise auf eine gezielte Weiterentwicklung staatlicher Methoden zur Ausschaltung politischer Gegner. Ein Sondertribunal müsse sämtliche mutmaßlichen Verbrechen im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die Ukraine sowie politische Tötungen und Verfolgungen in Russland und im Ausland untersuchen.

Die Idee eines solchen Tribunals war zuvor auch von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterstützt worden.

IAR/adn

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