In Krakau haben die Verteidigungsminister der E5-Staaten ihre Beratungen aufgenommen. Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministeriums soll das Treffen die europäische Geschlossenheit und die gemeinsame Verantwortung für die Sicherheit im euroatlantischen Raum unterstreichen.
Gastgeber ist Polens Verteidigungsminister und Vizepremier Władysław Kosiniak-Kamysz. Die Gespräche finden im Collegium Maius der Jagiellonen-Universität statt. Teilnehmen die Verteidigungsministerin Frankreichs, Catherine Vautrin, und der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius. Italien und Großbritannien sind durch die stellvertretenden Minister Isabella Rauti und Luke Pollard vertreten.
Zudem sind die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas und die stellvertretende NATO-Generalsekretärin Radmila Sekerinska anwesend. Der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow ist per Videokonferenz zugeschaltet.
Die E5-Gruppe vereint Frankreich, Deutschland, Italien, Großbritannien und Polen und gilt als Zusammenschluss der militärisch stärksten Staaten Europas. Seit 2024 ist es das siebte Treffen in diesem Format.
Im Mittelpunkt stehen Fragen der Abschreckung und Verteidigung im Rahmen der NATO, die Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit, die Abwehr hybrider Bedrohungen sowie die weitere militärische und politische Unterstützung der Ukraine. Nach Abschluss der Beratungen ist eine gemeinsame Pressekonferenz vorgesehen.
Kosiniak-Kamysz hatte im Vorfeld betont, dass die Gespräche im Kreis der Staaten stattfinden, die am meisten in ihre Streitkräfte investieren. Nach dem Haushaltsentwurf für 2026 gebe Polen nominal mehr für Rüstung aus als Italien und zähle europaweit zu den drei größten Geldgebern im Verteidigungsbereich.
IAR/adn