Deutsche Redaktion

SAFE‑Programm: Premier betont nationale Gestaltungshoheit

27.02.2026 10:48
Bei einem Besuch im PIT‑RADWAR‑Werk in Kobyłka erklärte er, das Projekt befinde sich auf der Zielgeraden und solle die Sicherheit Polens und Europas erhöhen.
Scena przygotowana do podpisania umowy wykonawczej na zakup BWP Borsuk
Scena przygotowana do podpisania umowy wykonawczej na zakup BWP BorsukFoto: Tomasz Jastrzebowski/REPORTER/East News

Premierminister Donald Tusk hat bekräftigt, dass das europäische Rüstungsprogramm SAFE in Polen entworfen wurde und die nationale Souveränität stärkt. Bei einem Besuch im PIT‑RADWAR‑Werk in Kobyłka erklärte er, das Projekt befinde sich auf der Zielgeraden und solle die Sicherheit Polens und Europas erhöhen. Politische Konflikte sollten seiner Ansicht nach nicht die sachliche Bewertung sicherheitspolitischer Bedürfnisse beeinträchtigen. Priorität sei ein gut ausgerüstetes und möglichst eigenständiges Polen, das eng mit Verbündeten kooperiert.

Tusk wies Vorwürfe zurück, SAFE gefährde die polnische Souveränität. Die Initiative sei in Polen entstanden, und die Europäische Kommission habe die polnischen Vorgaben vollständig akzeptiert.

Am Freitag stimmt der Sejm über Änderungen des Senats am Gesetz zur Umsetzung des EU‑Programms SAFE ab. Vorgesehen ist unter anderem, dass die Rückzahlung des Darlehens nicht aus dem Verteidigungshaushalt erfolgt. Zudem sollen ABW, SKW und CBA verpflichtet werden, die Verwendung der SAFE‑Mittel einer Anti‑Korruptions‑ und Gegenaufklärungskontrolle zu unterziehen und darüber zu berichten.

IAR/adn

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