Auslöser der Krise waren Angriffe der USA und Israels auf den Iran am Samstag, bei denen nach iranischen Angaben unter anderem der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region. In der Folge schlossen mehrere Staaten ihren Luftraum, zahlreiche Flüge wurden gestrichen.
Der Sprecher des Außenministeriums, Maciej Wewiór, erklärte, im System „Odyseusz“ seien fünf Personen im Iran, 40 im Libanon und mehr als 200 in Israel registriert. Die Zahl der Registrierungen steige derzeit. Zugleich betonte er, es gebe weiterhin keine Hinweise auf verletzte Polen.
Wewiór zeigte sich zuversichtlich, dass „wenn die Kampfhandlungen enden (…) unsere Bürger nach Polen zurückkehren werden“. Derzeit gebe es jedoch „keine Möglichkeit, eine andere Hilfe zu organisieren“. Das Problem betreffe „tausende Menschen, die in der Region festsitzen, sowie tausende mit Anschlussflügen“.
Das Ministerium rief Polen vor Ort auf, den Anweisungen der lokalen Behörden zu folgen, Kontakt mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern zu halten sowie sich im System „Odyseusz“ zu registrieren. Zudem warnte es vor Reisen in mehrere Staaten der Region, darunter Jordanien, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erklärte, die Sicherheit polnischer Staatsbürger habe Priorität. Die Streitkräfte seien vorbereitet: Die Luftstreitkräfte hätten sich bereits bei früheren Evakuierungen bewährt und befänden sich „immer in voller Bereitschaft“. Falls erforderlich, gebe es entsprechende Vorbereitungen seitens der Armee und des Generalstabs.
Zugleich versicherte Energieminister Miłosz Motyka, die Öl- und Gaslieferungen nach Polen liefen stabil. „Polen verfügt über gesicherte Rohstoffreserven, und die Gas- sowie Ölinfrastruktur arbeitet im vollen Umfang“, erklärte er. Die aktuelle Lage gefährde die Energiesicherheit des Landes nicht.
PAP/IAR/jc