Deutsche Redaktion

Keine Informationen über Verletzte Polen im Nahen Osten

02.03.2026 10:41
Nach der Eskalation der Gewalt im Nahen Osten hat das polnische Außenministerium eine Hotline für im Ausland festsitzende Staatsbürger eingerichtet. Die Nummer +48 22 523 88 80 ist täglich von 8 bis 22 Uhr erreichbar. Nach Angaben der Behörden liegen derzeit „keine Informationen über verletzte polnische Staatsbürger in der Region“ vor.
Nach iranischen Angaben kamen bei den jngsten Angriffen mehr als 500 Menschen ums Leben.
Nach iranischen Angaben kamen bei den jüngsten Angriffen mehr als 500 Menschen ums Leben.AHMAD GHARABLI/AFP/East News

Auslöser der Krise waren Angriffe der USA und Israels auf den Iran am Samstag, bei denen nach iranischen Angaben unter anderem der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region. In der Folge schlossen mehrere Staaten ihren Luftraum, zahlreiche Flüge wurden gestrichen.

Der Sprecher des Außenministeriums, Maciej Wewiór, erklärte, im System „Odyseusz“ seien fünf Personen im Iran, 40 im Libanon und mehr als 200 in Israel registriert. Die Zahl der Registrierungen steige derzeit. Zugleich betonte er, es gebe weiterhin keine Hinweise auf verletzte Polen.


Wewiór zeigte sich zuversichtlich, dass „wenn die Kampfhandlungen enden (…) unsere Bürger nach Polen zurückkehren werden“. Derzeit gebe es jedoch „keine Möglichkeit, eine andere Hilfe zu organisieren“. Das Problem betreffe „tausende Menschen, die in der Region festsitzen, sowie tausende mit Anschlussflügen“.

Das Ministerium rief Polen vor Ort auf, den Anweisungen der lokalen Behörden zu folgen, Kontakt mit Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern zu halten sowie sich im System „Odyseusz“ zu registrieren. Zudem warnte es vor Reisen in mehrere Staaten der Region, darunter Jordanien, Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erklärte, die Sicherheit polnischer Staatsbürger habe Priorität. Die Streitkräfte seien vorbereitet: Die Luftstreitkräfte hätten sich bereits bei früheren Evakuierungen bewährt und befänden sich „immer in voller Bereitschaft“. Falls erforderlich, gebe es entsprechende Vorbereitungen seitens der Armee und des Generalstabs.

Zugleich versicherte Energieminister Miłosz Motyka, die Öl- und Gaslieferungen nach Polen liefen stabil. „Polen verfügt über gesicherte Rohstoffreserven, und die Gas- sowie Ölinfrastruktur arbeitet im vollen Umfang“, erklärte er. Die aktuelle Lage gefährde die Energiesicherheit des Landes nicht.


PAP/IAR/jc

Sikorski: Eine „höllisch komplizierte Situation“

28.02.2026 19:17
Polens Außenminister Radosław Sikorski hat angesichts der jüngsten Angriffe auf den Iran von einer „dramatischen, höllisch komplizierten Situation“ gesprochen. Nach einem Gespräch mit dem Leiter der polnischen Vertretung in Teheran seien die Mitarbeiter der Botschaft in Sicherheit, teilte Sikorski am Samstag im Onlinedienst X mit. 

Angriffe auf Iran bringen Flugverkehr im Nahen Osten durcheinander

28.02.2026 19:34
Die Luftangriffe Israels und der USA auf Ziele im Iran haben den Flugverkehr in weiten Teilen des Nahen Ostens lahmgelegt. Zahlreiche Maschinen mussten kurzfristig umgeleitet werden – einige landeten statt in den Golfstaaten auf europäischen Flughäfen, darunter auch in Warschau. Reisende müssen daher mit weiteren Ausfällen und Verspätungen rechnen. Bereits zuvor war vor Reisen in die Region gewarnt worden.

Weitere israelische Angriffe auf Iran nach Tod Chameneis

01.03.2026 17:54
Nach der Tötung des iranischen Anführers Ajatollah Ali Chamenei haben israelische Streitkräfte ihre Angriffe auf Ziele im Iran fortgesetzt. Die Strategie sei nach dem Tod des 86-Jährigen unverändert geblieben, zitierte die Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag eine vertraute Quelle. Demnach richten sich die Attacken weiterhin gegen iranische Regierungsvertreter sowie Raketenstellungen.