Deutsche Redaktion

Japanische Avantgarde-Künstler in Wrocław

03.03.2026 12:56
Drei japanische Avantgarde-Künstler, sind in einer neuen Ausstellung in Wrocław zu sehen. Die Schau mit dem Titel „Sunrise in the West“ wurde am Sonntag im Vier-Kuppel-Pavillon eröffnet, einem Museum für zeitgenössische Kunst.
Sunrise in the West ist bis zum 31. Mai zu sehen
„Sunrise in the West“ ist bis zum 31. Mai zu sehenPAP/Maciej Kulczyński

Gezeigt werden Arbeiten von Koji Kamoji (Jahrgang 1935), Yoshio Nakajima (1940) und Keiji Uematsu (1947). Die Künstler verließen Japan früh in ihrer Laufbahn und ließen sich in verschiedenen europäischen Ländern nieder: Kamoji in Warschau, Nakajima in Schweden und Uematsu im damaligen Westdeutschland.

Die Ausstellung umfasst sowohl frühere als auch neuere Werke. Einige Arbeiten entstanden eigens für die Ausstellung in Wrocław.


Der Direktor des Nationalmuseums Wrocław, Piotr Oszczanowski, sprach von „herausragenden japanischen Künstlern“, die mit ihrer Entscheidung, ihre Heimat zu verlassen und im Westen zu arbeiten, einen prägenden Schritt vollzogen hätten. Ihr Werk habe inzwischen klassischen Charakter erlangt.

Die Leiterin des Vier-Kuppel-Pavillons, Iwona Dorota Bigos, erklärte, die Ausstellung sei keine Retrospektive, sondern erzähle von der Begegnung dreier eigenständiger künstlerischer Persönlichkeiten, deren Laufbahnen in Europa begannen. Das Projekt habe „unglaubliche Energie“ freigesetzt.


Mitkurator Martin Schibli verwies auf den breiteren Kontext eines kulturellen Austauschs zwischen Japan und Europa, der seit den 1960er Jahren andauere und dessen Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichten. Die Ausstellung lade dazu ein, über die Bedeutung dieses Austauschs für die zeitgenössische Kunst nachzudenken.

„Sunrise in the West“ ist bis zum 31. Mai zu sehen.


IAR/jc

Streit um Zukunft des Günter-Grass-Gedenkens in Gdańsk

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Die Entscheidung der Stadt Danzig, die Gdańska Galeria Miejska (GGM) und das Centrum Sztuki Współczesnej Łaźnia (CSW Łaźnia) zusammenzulegen, hat eine Debatte über die zukünftige Sichtbarkeit von Günter Grass ausgelöst. Während die Stadt betont, es handele sich um eine rein strukturelle Reform, befürchten Teile der Kulturszene eine Schwächung der Präsenz des in Danzig geborenen Autors.

Eine Farbe des Todes: neue Ausstellung im der Gedenkstätte Auschwitz

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Preußischblau oder Berlinerblau, ist eine der ältesten und faszinierendsten synthetischen Farben. Sie wurde schnell populär und fand vielseitige Anwendungen. In der Kunst wurde Preußischblau von den Malern geschätzt, die die Farbintensität und Beständigkeit zu schätzen wussten. Es wurde auch in der Textilindustrie verwendet, um Stoffe zu färben, und fand Einsatz in der Herstellung von Tapeten und Druckfarben. Was hat aber Preußischblau mit dem Holocaust gemeinsam? 

Krakau zeigt einziges Van-Gogh-Gemälde in polnischen Sammlungen

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Das Nationalmuseum in Krakau zeigt das einzige Gemälde Vincent van Goghs in polnischem Besitz. Das Werk „Bauernhäuser zwischen Bäumen“ ist ab sofort in der Galerie Europäischer Kunst im Hauptgebäude des Museums zu sehen, teilte die Institution am Montag mit.

Filmmuseum Düsseldorf erinnert an Andrzej Wajda zum 100. Geburtstag

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Das Filmmuseum Düsseldorf widmet dem polnischen Regisseur Andrzej Wajda (1926–2016) zu dessen 100. Geburtstag eine umfassende Sonderausstellung. Die Schau mit dem Titel „Andrzej Wajda: Exhibition“ ist vom 21. Februar bis 31. August 2026 zu sehen. Begleitet wird sie von einer Filmreihe sowie einer Plakatausstellung im Polnischen Institut Düsseldorf.