Deutsche Redaktion

Munition, SAFE, Ukraine: Kubilius zu Gesprächen in Polen

06.03.2026 10:45
Andrius Kubilius reist nach Polen, um über den Ausbau der europäischen Rüstungsindustrie und der Munitionsproduktion zu sprechen. Im Mittelpunkt stehen außerdem der Kreditfonds SAFE und Warnungen vor der Bedrohung durch Russland für Polen und die baltischen Staaten.
Warschau, 06.03.2026. Der stellvertretende Ministerprsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (P) und der EU-Kommissar fr Verteidigung und Weltraum Andrius Kubilius (L) whrend einer gemeinsamen Pressekonferenz am 6. dieses Monats im Sitz des Verteidigungsministeriums in Warschau. EU-Kommissar fr Verteidigung Andrius Kubilius b
Warschau, 06.03.2026. Der stellvertretende Ministerpräsident und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz (P) und der EU-Kommissar für Verteidigung und Weltraum Andrius Kubilius (L) während einer gemeinsamen Pressekonferenz am 6. dieses Monats im Sitz des Verteidigungsministeriums in Warschau. EU-Kommissar für Verteidigung Andrius Kubilius bPAP/Radek Pietruszka

Der EU-Kommissar für Verteidigung, Andrius Kubilius, besucht am Donnerstag Polen. Im Mittelpunkt stehen Gespräche über den Ausbau der europäischen Rüstungsindustrie, insbesondere der Munitionsproduktion. Geplant sind ein Besuch im MESKO-Werk in Skarżysko-Kamienna sowie ein Treffen mit Polens Vizepremier und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz.

Kubilius hatte im Podcast „Szczyt Europy“ zuletzt betont, Europa müsse seine Verteidigungsfähigkeit rasch stärken. Nach Einschätzungen verschiedener Nachrichtendienste könne Russland in einigen Jahren zu einem Angriff auf die baltischen Staaten und Polen bereit sein. „Russland ist tatsächlich eine Bedrohung. Deshalb müssen wir zur Verteidigung bereit sein“, sagte der Kommissar.

Zugleich verwies Kubilius darauf, dass die EU-Staaten ihre Verteidigungsausgaben erhöhten und die Rüstungsindustrie ausgebaut werde. Dennoch gebe es weiterhin großen Handlungsbedarf.

Ein weiteres Thema seines Polen-Besuchs ist der geplante europäische Kreditfonds SAFE im Umfang von 150 Milliarden Euro. Polen könnte daraus fast 44 Milliarden Euro erhalten. Wie Kubilius betonte soll das Instrument dazu beitragen, Europas Verteidigung zu stärken und zugleich die militärische Unterstützung für die Ukraine auszuweiten.

IAR/adn

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