Deutsche Redaktion

Ringen um Rüstungsfinanzierung: Präsident lädt zu Gespräch mit Premier und Notenbankchef

10.03.2026 11:18
Im Mittelpunkt des Treffens steht der vom Präsidenten vorgeschlagene Mechanismus „SAFE 0 Prozent“, den Nawrocki als Alternative zum EU-Programm SAFE versteht. Den Vorschlag des Präsidenten bewertet der Regierungschef bislang skeptisch. Er erklärte, ihm lägen noch keine konkreten und verlässlichen Informationen zu dem Projekt vor.
Poprawki do programu SAFE zostały przyjęte
Poprawki do programu SAFE zostały przyjęteRex Features/East News

Präsident Karol Nawrocki will am Dienstag mit Ministerpräsident Donald Tusk, Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz und NBP-Präsident Adam Glapiński über die Finanzierung der polnischen Rüstungsindustrie beraten. Im Mittelpunkt des Treffens steht der vom Präsidenten vorgeschlagene Mechanismus „SAFE 0 Prozent“, den Nawrocki als Alternative zum EU-Programm SAFE versteht.

Tusk drängt zugleich auf eine schnelle Unterzeichnung des Gesetzes zur Umsetzung des europäischen SAFE-Instruments. Der Regierungschef verweist dabei auf die verschärfte Sicherheitslage, unter anderem im Nahen Osten. Wie der Regierungschef betont werden Waffen knapper und teurer, während die internationalen Spannungen weiter zunehmen.

Den Vorschlag des Präsidenten bewertet Tusk bislang skeptisch. Er erklärte, ihm lägen noch keine konkreten und verlässlichen Informationen zu dem Projekt vor. Die Spekulationen und nicht autorisierten Aussagen rund um den Vorstoß seien beunruhigend.

Nawrocki hatte in der vergangenen Woche erklärt, „SAFE 0 Prozent“ könne 185 Milliarden Złoty mobilisieren. Das Modell solle ohne klassische Kreditkosten auskommen und den polnischen Streitkräften mehr Flexibilität bei der Auswahl von Ausrüstung sichern. Die Finanzierung soll mit Hilfe der Nationalbank erfolgen. Für eine Entscheidung zum Gesetz zur Umsetzung des EU-Programms SAFE hat der Präsident noch bis zum 20. März Zeit.

IAR/adn

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