DO RZECZY: Energie als Schlüsselressource im globalen KI-Wettbewerb
In der Debatte über künstliche Intelligenz richten sich Aufmerksamkeit und öffentliche Diskussion meist auf Algorithmen und neuronale Netze. Der eigentliche Schwerpunkt der globalen Konkurrenz verlagert sich jedoch zunehmend an andere Orte: in Industriehallen, zu Turbinen, Hochspannungsanlagen und Umspannwerken, schreibt die Wochenzeitschrift Do Rzeczy. Die technologische Entwicklung macht eine unbequeme Wahrheit deutlich: Wer sich keinen günstigen und stabilen Zugang zu Energie sichert, wird in der digitalen Welt zum Akteur zweiter Ordnung – abhängig vom Zugang zu Rechenleistung.
Künstliche Intelligenz ist letztlich ein Computer, eine physische Maschine mit enormem Strombedarf. Rechenzentren verbrauchen derzeit weltweit etwa zwei Prozent der globalen Energieproduktion. Die Prognosen für 2030 werden regelmäßig nach oben korrigiert: Der Energiebedarf könnte bald dem Verbrauch eines „digitalen Staates“ mit dem Energiehunger Japans entsprechen, lesen wir weiter. In den USA machen Rechenzentren bereits mehr als 4,5 Prozent des nationalen Stromverbrauchs aus, in China wächst dieser Anteil noch schneller. Es entsteht ein energetischer Engpass. Energie ist damit zu einer strategischen Ressource geworden, deren Bedeutung jene des Erdöls im 20. Jahrhundert noch übertreffen könnte.
Für Polen ist dieser Wettlauf ein Härtetest für die eigenen Ambitionen, sich als digitaler Hub in Mittel- und Osteuropa zu etablieren, stellt die Wochenzeitschrift fest. Das größte Hindernis ist dabei nicht der Mangel an Ideen im Bereich der künstlichen Intelligenz, sondern der Zustand der Übertragungsnetze. Bereits heute scheitern polnische Unternehmen an abgelehnten Netzanschlüssen, während sich die Wartelisten auf mehrere Gigawatt summieren. Ohne einen beschleunigten Ausbau der Kernenergie und ohne regulatorische Erleichterungen für private Direktleitungen zu Rechenzentren droht Polen eine technologische Marginalisierung. Globale Konzerne werden sich für Standorte entscheiden, an denen sofort verfügbare und preislich wettbewerbsfähige Energie vorhanden ist, schreibt die Wochenzeitschrift Do Rzeczy.
TYGODNIK POWSZECHNY: Immer weniger Adoptionen
Die Zahl der Adoptionen in Polen geht seit Jahren zurück. Während vor zehn Jahren noch rund 3.500 Kinder jährlich in Adoptivfamilien aufgenommen wurden, sind es heute weniger als 2.500, informiert die Wochenzeitschrift Tygodnik Powszechny. Dieser Rückgang ist jedoch nicht auf den allgemeinen Einbruch der Geburtenrate zurückzuführen. Im Jahr 2024 wurden den Adoptionsstellen mit 7.015 Kindern so viele Minderjährige gemeldet wie nie zuvor; eine ähnliche Zahl erhielt die formale Eignung zur Adoption wie in den Vorjahren.
Die Ursache der Krise liegt somit nicht bei den Kindern, sondern bei den Erwachsenen. Während früher zahlreiche Bewerberinnen und Bewerber auf den ersehnten Anruf der Adoptionsstellen warteten, stehen heute die Kinder in der Warteschlange. Im Jahr 2023 kamen auf etwas mehr als tausend Adoptionsbewerber doppelt so viele Kinder. Ein Jahr später verschärfte sich dieses Missverhältnis weiter: weniger als einem Tausend potenziellen Eltern standen fast 2400 Kinder gegenüber.
Auch in der Praxis der Adoptionszentren ist dieser Mangel deutlich spürbar, schreibt das Magazin weiter. Magdalena Lesiak, Mitarbeiterin eines solchen Zentrums, beschreibt die Situation so: Damit Adoptionsverfahren gut funktionieren, müssten die Einrichtungen für jedes Kind aus mehreren geeigneten Familien auswählen können. Stehen jedoch nur wenige Kandidaten zur Verfügung, von denen einige zudem bestimmte Einschränkungen formulieren, sei eine echte Auswahl kaum möglich, so Tygodnik Powszechny.
DZIENNIK/GAZETA PRAWNA: Angebot aus Chicago für Lewandowski liegt vor
Der Vertrag von Robert Lewandowski beim FC Barcelona nähert sich seinem Ende, erinnert Dziennik/Gazeta Prawna. Der polnische Stürmer würde seine Vereinbarung gern verlängern und in Katalonien bleiben, doch die Klubführung hat sich zur Zukunft des 37-Jährigen bislang nicht eindeutig positioniert. Gleichzeitig mangelt es nicht an Interessenten. Jüngst soll ein Angebot eines „polnisch geprägten“ Vereins eingegangen sein, der Lewandowski mit einem hoch dotierten Vertrag lockt.
Trotz seines Alters präsentiert sich Lewandowski weiterhin in ausgezeichneter körperlicher Verfassung, lesen wir. Vor allem sein Torinstinkt ist ungebrochen. In der laufenden Saison der spanischen La Liga erzielte der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft bereits zehn Treffer, zuletzt am vergangenen Samstag im Spiel gegen Mallorca. Der Angreifer liefert damit weitere Argumente für eine Verlängerung des Vertrags, der im Sommer ausläuft.
Geht es nach dem Blatt ist Lewandowski gleichzeitig nicht darauf angewiesen, eine Entscheidung der Katalanen abzuwarten. Sein Marktwert bleibt hoch, und regelmäßig berichten Medien über neue Interessenten. Zuletzt wurde bekannt, dass der Klub Chicago Fire dem Polen ein konkretes Angebot unterbreitet hat. In der Vergangenheit spielten dort bereits mehrere polnische Fußballer.
Sollte Lewandowski keinen neuen Vertrag in Barcelona unterschreiben, wäre er im Sommer ablösefrei zu haben. Dies eröffnet potenziellen Arbeitgebern die Möglichkeit, ihm ein besonders lukratives Gehalt anzubieten. Nach Medienberichten soll Chicago Fire Lewandowski einen Zweijahresvertrag mit sehr hoher Vergütung in Aussicht gestellt haben, schreibt Dziennik/Gazeta Prawna.
Autor: Jakub Kukla