Deutsche Redaktion

Drei Drohnenvorfälle in 48 Stunden. Litauens Außenminister spricht von "neuer Realität"

25.03.2026 12:31
Litauens Außenminister Kestutis Budrys sprach angesichts der drei Vorfälle von einer „neuen Realität“ für die Staaten der Region. Die Zwischenfälle zeigten, dass die baltischen Länder nicht vollständig vor solchen Bedrohungen geschützt seien und ihre Luftverteidigung dringend stärken müssten. 
Rosyjski dron wleciał na Łotwę
Rosyjski dron wleciał na Łotwę SERGEI SUPINSKY/AFP/East News

Binnen weniger als 48 Stunden sind in allen drei baltischen Staaten Drohnenvorfälle registriert worden. Am Mittwochmorgen schlug in Estland eine aus Russland kommende Drohne in den Schornstein des Kraftwerks Auvere im Nordosten des Landes ein. Nach Angaben der Behörden wurde niemand verletzt; größere Schäden an der Anlage oder am Energiesystem wurden zunächst nicht gemeldet. Die estnische Generalstaatsanwaltschaft erklärte, nach bisherigem Stand sei das Fluggerät nicht gezielt gegen Estland gerichtet gewesen.

Ebenfalls am Mittwoch meldete Lettland den Absturz einer Drohne, die nach Militärangaben aus Russland in den lettischen Luftraum eingedrungen war. Der Vorfall ereignete sich im Bezirk Krāslava nahe der Grenze zu Russland und Belarus. Nach Behördenangaben gab es weder Verletzte noch Schäden an ziviler Infrastruktur. Zuvor war in Litauen eine Drohne nahe der Grenze zu Belarus abgestürzt; die Regierung in Vilnius erklärte später, es habe sich um eine ukrainische Drohne gehandelt, die bei einem Angriff auf russische Ziele vom Kurs abgekommen sei.

Litauens Außenminister Kestutis Budrys sprach angesichts der drei Vorfälle von einer „neuen Realität“ für die Staaten der Region. Die Zwischenfälle zeigten, dass die baltischen Länder nicht vollständig vor solchen Bedrohungen geschützt seien und ihre Luftverteidigung dringend stärken müssten. 

PAP/adn

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