Deutsche Redaktion

Polen verlängert Grenzkontrollen zu Deutschland

10.04.2026 06:38
Polen hat die vorübergehend eingeführten Grenzkontrollen zu Deutschland bis Anfang Oktober verlängert. Nach Angaben des Innenministeriums wurden seit Beginn der Maßnahmen im Juli 2025 mehr als drei Millionen Menschen sowie über 1,5 Millionen Fahrzeuge überprüft.
Kontrole na granicach Polski. (Zdj. ilustracyjne)
Kontrole na granicach Polski. (Zdj. ilustracyjne)NewsLubuski/East News

Innenminister Marcin Kierwiński begründete die Entscheidung mit sichtbaren Erfolgen im Kampf gegen Schleuserkriminalität. Die Kontrollen hätten dazu beigetragen, illegale Grenzübertritte einzudämmen. Man werde sie so lange fortsetzen, bis die Sicherheit der Grenzen gewährleistet sei, sagte er.

Hinter den Kulissen spielt offenbar auch Deutschland eine Rolle. Wie die Zeitung „Rzeczpospolita“ unter Berufung auf inoffizielle Quellen berichtet, will Warschau die Kontrollen erst dann beenden, wenn Berlin seine eigenen Maßnahmen an der Grenze zu Polen aufhebt.

Seit Sommer 2025 waren mehr als 78.000 Einsatzkräfte an den Maßnahmen beteiligt, darunter neben dem Grenzschutz auch Soldaten der Territorialverteidigung, Militärpolizisten und reguläre Polizeikräfte.

Allein am 7. April kontrollierten die Behörden an der Grenze zu Litauen rund 4.900 Personen und mehr als 2.200 Fahrzeuge. An der deutsch-polnischen Grenze wurden am selben Tag etwa 3.500 Menschen und 1.700 Fahrzeuge überprüft.


wp/jc

Nach Merz-Aussagen: Dobrindt dämpft Erwartungen an schnellen Wegfall von Grenzkontrollen

11.12.2025 10:26
Die Bundesregierung verfolge zwar das Ziel, Binnengrenzkontrollen abzuschaffen, halte sie derzeit jedoch weiterhin für sinnvoll und notwendig, so Dobrindt.

Deutschland verlängert Grenzkontrollen zu Polen – längere Wartezeiten erwartet

18.03.2026 06:47
Deutschland hat die vorübergehenden Grenzkontrollen, auch an der Grenze zu Polen, erneut verlängert. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, sollen die Maßnahmen nun mindestens bis Mitte September gelten. Reisende müssen sich auf längere Wartezeiten einstellen.