Deutsche Redaktion

4-Punkte-Plan: Magyar will mit Reformen blockierte EU-Milliarden freibekommen

15.04.2026 11:14
Nach Magyars Angaben umfasst der Plan schärfere Antikorruptionsmaßnahmen einschließlich eines Beitritts zur Europäischen Staatsanwaltschaft, eine neue Vertretung ungarischer Interessen in der EU sowie gegenüber Moskau und Washington, die Wiederherstellung der Pressefreiheit und die Rückkehr zu mehr akademischer Freiheit. 
Peter Magyar, Vorsitzender und Kanzlerkandidat der ungarischen Oppositionspartei Tisza-Partei, hlt am 13. April 2026 in Budapest, Ungarn, eine Pressekonferenz ab. Die Tisza-Partei gewann am 12. April die ungarischen Parlamentswahlen mit zwei Dritteln der Stimmen. EPATIBOR ILLYES HUNGARY OUT Quelle: PAPEPA.
Peter Magyar, Vorsitzender und Kanzlerkandidat der ungarischen Oppositionspartei Tisza-Partei, hält am 13. April 2026 in Budapest, Ungarn, eine Pressekonferenz ab. Die Tisza-Partei gewann am 12. April die ungarischen Parlamentswahlen mit zwei Dritteln der Stimmen. EPA/TIBOR ILLYES HUNGARY OUT Quelle: PAP/EPA.EPA/TIBOR ILLYES HUNGARY OUT Quelle: PAP/EPA.

Ungarns Wahlsieger Péter Magyar will mit einem Vier-Punkte-Plan blockierte EU-Milliarden für sein Land freibekommen. Der Vorsitzende der Tisza-Partei sagte in einem Interview mit öffentlichen Medien, seine künftige Regierung werde alles daransetzen, die eingefrorenen Gelder zu entsperren. Darüber habe er bereits mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gesprochen.

Nach Magyars Angaben umfasst der Plan schärfere Antikorruptionsmaßnahmen einschließlich eines Beitritts zur Europäischen Staatsanwaltschaft, eine neue Vertretung ungarischer Interessen in der EU sowie gegenüber Moskau und Washington, die Wiederherstellung der Pressefreiheit und die Rückkehr zu mehr akademischer Freiheit. Rund 18 Milliarden Euro an EU-Mitteln sind nach seinen Worten derzeit blockiert.

Der Sieg der Tisza-Partei setzt zugleich das Lager von Ministerpräsident Viktor Orbán unter Druck. Fünf Minister der bisherigen Regierung werden dem neuen Parlament nicht angehören, ebenso mehrere langjährige Abgeordnete. 

IAR/adn

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