Deutsche Redaktion

Tusk zu Ungarns Russland-Kontakten: „Was für eine Schande“

25.03.2026 11:15
Tusk schrieb in den sozialen Medien, der Außenminister der Orbán-Regierung habe bestätigt, Moskau regelmäßig mit Informationen aus Gesprächen der EU-Staats- und Regierungschefs versorgt zu haben. Szijjártó wies den Vorwurf eines Fehlverhaltens zurück.
Warschau, 24.03.2026. Ministerprsident Donald Tusk leitet am 24. dieses Monats die Regierungssitzung im Kanzleramt in Warschau. Der Ministerrat wird sich unter anderem mit dem Entwurf einer Gesetzesnovelle zur Vereinfachung des Baus von Kernkraftwerken sowie mit dem Entwurf einer Novelle des Gesetzes ber die ffentlichen Finanzen befassen. (amb)
Warschau, 24.03.2026. Ministerpräsident Donald Tusk leitet am 24. dieses Monats die Regierungssitzung im Kanzleramt in Warschau. Der Ministerrat wird sich unter anderem mit dem Entwurf einer Gesetzesnovelle zur Vereinfachung des Baus von Kernkraftwerken sowie mit dem Entwurf einer Novelle des Gesetzes über die öffentlichen Finanzen befassen. (amb) PAP/Leszek Szymański

Mit scharfen Worten hat Polens Regierungschef Donald Tusk auf Aussagen des ungarischen Außenministers Péter Szijjártó reagiert. Dass dieser Kontakte mit Moskau während EU-Treffen eingeräumt habe, nannte Tusk eine „Schande“. Anlass sind Berichte, wonach Budapest Russland über Inhalte von Gesprächen auf EU-Ebene informiert haben soll.

Tusk schrieb in den sozialen Medien, der Außenminister der Orbán-Regierung habe bestätigt, Moskau regelmäßig mit Informationen aus Gesprächen der EU-Staats- und Regierungschefs versorgt zu haben. 

Szijjártó wies den Vorwurf eines Fehlverhaltens zurück. Er argumentierte, die Beratungen im EU-Rahmen seien nicht geheim, und verwies darauf, dass diplomatische Kontakte zu verschiedenen Staaten üblich seien. Nach seinen Angaben sprach er nicht nur mit dem russischen Außenminister, sondern auch mit Vertretern anderer Länder.

Ausgelöst wurde die Kontroverse durch Recherchen internationaler Medien, darunter die „Washington Post“. Inzwischen wächst auch auf europäischer Ebene der Druck auf Budapest, die Vorgänge zu erklären. 

IAR/adn


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