Hinter der Aktion steckt der Roboter „Edward Warchocki“, ein Modell des Typs Unitree G1. Ausgestattet mit KI und inszeniert als Social-Media-Persönlichkeit, tritt er wie ein Influencer auf – inklusive eigener Inhalte, öffentlicher Auftritte und gezielter Aufmerksamkeitssuche.
Genau das scheint auch diesmal funktioniert zu haben. Das Video verbreitet sich rasant im Netz. Einige feiern den Clip als Beweis dafür, dass Roboter künftig ganz praktische Aufgaben in Städten übernehmen könnten – etwa im Umgang mit Wildtieren. Andere sehen darin eher eine clevere Show als eine echte Lösung.
Kritiker warnen zudem vor möglichen Risiken. Aufgeschreckte Tiere könnten unkontrolliert reagieren und Menschen gefährden. Auch ethische Fragen werden laut: Ist es vertretbar, Tiere mit solchen Methoden zu stressen – nur für ein spektakuläres Video?
„Edward Warchocki“ ist in Polen längst kein Unbekannter mehr. Im März tauchte er sogar im Parlament auf – auf Einladung von Politikern der Konfederacja. Dort plauderte er mit Abgeordneten und Journalisten und lieferte ironische Kommentare zum politischen Geschehen, unter anderem im Austausch mit Finanzminister Andrzej Domański.
Auch im Showbusiness mischt der Roboter mit: Er war Gast in der TV-Show Taniec z Gwiazdami (Tanzen mit den Stars) und legte hinter den Kulissen sogar eine kleine Tanzeinlage hin. Selbst bei einem Marathon in Warschau ist er schon mitgelaufen – wenn auch etwas langsamer als die meisten menschlichen Teilnehmer.
PAP/jc