Rund 1.200 Darsteller in historischen Kostümen haben am Samstag zum 26. Mal die berühmte Schlacht auf den Feldern von Grunwald nachgestellt, wie der Rundfunksender Radio Olsztyn berichtete. In diesem Jahr ist es 614 Jahre her, dass verbündete polnische und litauische Truppen die Ritter des Deutschen Ordens in einem der glorreichsten und bedeutendsten militärischen Siege der polnischen Geschichte besiegt hatten.
In der Schlacht von Tannenberg am 15. Juli 1410 haben der polnische König Władysław Jagiełło und sein verbündetes Heer die Kriegsmacht des bis dahin als unbesiegbar gegoltenen Deutschen Ritterordens besiegt. Bei der Nachstellung am Samstag, die rund 40 000 Zuschauer besucht haben, waren Schauspieler zu Pferd und zu Fuß zu sehen. Sie trugen schwere Rüstungen und spielten die Rollen von Rittern, Knappen und Bogenschützen auf beiden Seiten, berichtet die Presseagentur PAP.
Zu den Höhepunkten gehörten wie jedes Jahr die Inszenierung einer Situation, in der König Jagiełło vor der Schlacht von teutonischen Boten zwei blanke Schwerter überreicht worden waren. Gezeigt wurde auch der Tod des teutonischen Großmeisters Ulrich von Jungingen, der in der Schlacht eine Schlüsselrolle gespielt hatte.
Wie in den vergangenen Jahren wurde der Hauptteil der Show mit dem Singen der mittelalterlichen polnischen Hymne Bogurodzica (Mutter Gottes) eingeleitet. Die polnischen Ritter hatten sie auch vor der Schlacht vor mehr als sechs Jahrhunderten angestimmt. Im Jahr 2022 wurde in Polen ein neues Museum eröffnet, das die Geschichte des Sieges des Königreichs Polens in der Schlacht von Tannenberg erzählt.
PAP/radioolsztyn/dzieje/ps