Gezeigt werden Arbeiten von Koji Kamoji (Jahrgang 1935), Yoshio Nakajima (1940) und Keiji Uematsu (1947). Die Künstler verließen Japan früh in ihrer Laufbahn und ließen sich in verschiedenen europäischen Ländern nieder: Kamoji in Warschau, Nakajima in Schweden und Uematsu im damaligen Westdeutschland.
Die Ausstellung umfasst sowohl frühere als auch neuere Werke. Einige Arbeiten entstanden eigens für die Ausstellung in Wrocław.
Der Direktor des Nationalmuseums Wrocław, Piotr Oszczanowski, sprach von „herausragenden japanischen Künstlern“, die mit ihrer Entscheidung, ihre Heimat zu verlassen und im Westen zu arbeiten, einen prägenden Schritt vollzogen hätten. Ihr Werk habe inzwischen klassischen Charakter erlangt.
Die Leiterin des Vier-Kuppel-Pavillons, Iwona Dorota Bigos, erklärte, die Ausstellung sei keine Retrospektive, sondern erzähle von der Begegnung dreier eigenständiger künstlerischer Persönlichkeiten, deren Laufbahnen in Europa begannen. Das Projekt habe „unglaubliche Energie“ freigesetzt.
Mitkurator Martin Schibli verwies auf den breiteren Kontext eines kulturellen Austauschs zwischen Japan und Europa, der seit den 1960er Jahren andauere und dessen Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichten. Die Ausstellung lade dazu ein, über die Bedeutung dieses Austauschs für die zeitgenössische Kunst nachzudenken.
„Sunrise in the West“ ist bis zum 31. Mai zu sehen.
IAR/jc