Der Preis ist mit insgesamt 200.000 Euro dotiert. Skrzypczak lehrt an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań (Posen), Haroske an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Nach Angaben der Jury besteht die wichtigste Leistung der beiden Wissenschaftler darin, eine gemeinsame theoretische Grundlage für verschiedene Bereiche der modernen Mathematik geschaffen zu haben. Ihre Arbeiten hätten insbesondere zur Systematisierung von sogenannten Funktionenräumen beigetragen.
Besonders hervorgehoben wurde ihre Forschung zur Fourier-Transformation. Diese ermögliche es, komplexe Daten – etwa Sprache oder Bilder – in einfachere Bestandteile zu zerlegen und so besser zu analysieren. Die Preisträger hätten entscheidend dazu beigetragen zu klären, unter welchen Bedingungen diese Methode zuverlässig funktioniert.
Obwohl ihre Forschung theoretisch ausgerichtet ist, sieht die Jury bedeutende Anwendungsmöglichkeiten. Die entwickelten Modelle könnten etwa in der Bild- und Signalverarbeitung, in numerischen Simulationen im Bauwesen sowie in der Modellierung von Finanzmärkten oder Klimaprozessen eingesetzt werden.
Die Zusammenarbeit zwischen Haroske und Skrzypczak begann 2006 und führte bislang zu mehr als 30 gemeinsamen Publikationen sowie zahlreichen wissenschaftlichen Konferenzen. Zudem trugen sie zum Aufbau eines deutsch-polnischen akademischen Netzwerks bei.
Der Copernicus-Preis wird seit 2006 alle zwei Jahre an deutsch-polnische Forscherduos vergeben. Die Verleihung an die diesjährigen Preisträger ist für den 2. Juni in Warschau geplant.
PAP/jc