Frankreich und Polen wollen bei einem Gipfel in Gdańsk am Montag ihre Zusammenarbeit in Sicherheits-, Rüstungs- und Energiefragen vertiefen. Nach Angaben des Élysée-Palasts stehen Gespräche über nukleare Abschreckung, gemeinsame Verteidigungsprogramme, militärische Satellitentechnik und eine mögliche französische Beteiligung am Bau eines Atomkraftwerks in Polen im Mittelpunkt.
Präsident Emmanuel Macron reist dazu mit den Ministern für Verteidigung, Außenpolitik, Energie und Kultur an. Vorgesehen sind auch Vereinbarungen zu Satellitentechnologien und militärischer Kommunikation. Das Treffen findet fast ein Jahr nach dem in Nancy unterzeichneten bilateralen Vertrag statt, der die Beziehungen zwischen Paris und Warschau stärken soll.
Zum Besuchsprogramm gehören außerdem ein Gang über den französischen Soldatenfriedhof in Gdańsk und ein Treffen mit Ex-Präsident Lech Wałęsa im Europäischen Solidarność-Zentrum. Zum Abschluss soll erstmals ein Bronisław-Geremek-Preis für Verdienste um die polnisch-französischen Beziehungen verliehen werden. Vertreter französischer Konzerne wie EDF, Eutelsat und Thales bleiben danach für den Europäischen Wirtschaftskongress in Katowice im Land.
IAR/adn