Mit deutlichem Abstand folgen die prowestlichen Parteien Gerb-SDS sowie das Bündnis PP-DB, die jeweils auf etwa 12 bis 13 Prozent kommen.
Radev sprach von einem „Sieg der Hoffnung über das Misstrauen“ und kündigte an, den europäischen Kurs Bulgariens fortzusetzen. Zugleich betonte er die Notwendigkeit eines „kritischen Geistes und Pragmatismus“ in Europa.
Die Wahl fand vor dem Hintergrund anhaltender politischer Instabilität statt. Die Bürgerinnen und Bürger des ärmsten EU-Landes waren bereits zum achten Mal innerhalb von fünf Jahren zur Abstimmung aufgerufen. Rund 6,5 Millionen Menschen waren wahlberechtigt.
Radev gilt als russlandfreundlich, hat jedoch erklärt, EU-Beschlüsse im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg nicht blockieren zu wollen. Kritiker, darunter Ex-Regierungschef Boyko Borisov, werfen ihm vor, keinen echten politischen Neuanfang zu verkörpern.
PAP/dpa/jc