Deutsche Redaktion

Russlands Ölsektor unter Druck – Zweifel an offiziellen Daten

21.04.2026 11:52
Schwedens Geheimdienstchef Tomas Nilsson wirft dem Kreml vor, Statistiken zu manipulieren, um den tatsächlichen Zustand der Wirtschaft zu verschleiern.
Kluczowa rafineria w Rosji płonie
Kluczowa rafineria w Rosji płoniedeepstatemap.live, x.com/@Gerashchenko_en

Russland müsste den Ölpreis nach Einschätzung des Chefs des schwedischen Nachrichtendienstes mindestens ein Jahr lang auf mehr als 100 Dollar pro Barrel bringen, um sein aktuelles Haushaltsloch zu schließen. Das sagte Tomas Nilsson in einem Interview mit der „Financial Times“.

Nilsson warf dem Kreml vor, Statistiken zu manipulieren, um den tatsächlichen Zustand der Wirtschaft zu verschleiern. Wie die „Financial Times“ berichtet, steht Russland durch Sanktionen, fehlende Komponenten für Maschinen und Rüstungsproduktion sowie Probleme bei der Reparatur beschädigter Industrieanlagen zunehmend unter Druck.

Hinzu kommen Belastungen im Energiesektor durch ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien, Terminals, Pipelines und Treibstofflager. Damit gerät ausgerechnet jener Bereich stärker unter Druck, von dem der russische Staatshaushalt in besonderem Maß abhängt.

IAR/adn


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