Deutsche Redaktion

Welttag des Buches: Polens Autoren nennen ihre prägenden Werke

23.04.2026 12:00
In Polen wird der Tag mit Lesungen, Werkstätten und Autorentreffen begangen. Die Polnische Buchkammer betont zugleich, dass um die Lesekultur im Land weiter gerungen werden muss.
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Zum Welttag des Buches blickt Polens Literaturszene auf Bücher zurück, die ein Leben lang nachwirken — und schlägt dabei auch eine Brücke in den deutschen Sprachraum. Schriftsteller Marek Bieńczyk nennt Karl Mays „Winnetou“ eine Generationserfahrung für diesen Teil Europas. Die Figur habe ihn etwas über Brüderlichkeit, Verlust und Melancholie gelehrt.

Die Autorin Eliza Kącka empfiehlt Selma Lagerlöfs „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson“. In diesem Buch sei „alles“, was ein Kind brauche: Fernweh, Einsamkeit, Härte und Trost. Später habe sie darin auch die Grausamkeit der Welt entdeckt.

Der 23. April ist nicht zufällig Welttag des Buches: An diesem Datum starben 1616 Shakespeare und Cervantes, 1995 machte die UNESCO den Tag zum internationalen Aktionstag. In Katalonien fällt er mit Sant Jordi zusammen — Männer schenken rote Rosen, Frauen Bücher.

In Polen wird der Tag mit Lesungen, Werkstätten und Autorentreffen begangen. Die Polnische Buchkammer betont zugleich, dass um die Lesekultur im Land weiter gerungen werden muss.

PAP/adn


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