Deutsche Redaktion

Sikorski sprach mit Irans Außenminister. „Unsere Diplomatie handelt“

30.04.2026 06:00
In dem Gespräch betonte Polens Chefdiplomat, für Polen seien der Schutz der Zivilbevölkerung, der Frieden im Nahen Osten sowie die Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus von zentraler Bedeutung.
Sikorski dankte seinem iranischen Amtskollegen fr ein gutes Gesprch und betonte, die polnische Diplomatie setze ihre Bemhungen zur Stabilisierung der Lage im Nahen Osten fort.
Sikorski dankte seinem iranischen Amtskollegen für ein „gutes Gespräch“ und betonte, die polnische Diplomatie setze ihre Bemühungen zur Stabilisierung der Lage im Nahen Osten fort. Foto: ANDRZEJ IWANCZUK/REPORTER

Vizepremier und Außenminister Radosław Sikorski, der sich derzeit zu einem Besuch in Algerien aufhält, führte ein Telefonat mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi. Nach dem Gespräch teilte Sikorski in sozialen Medien mit, Polen appelliere konsequent an den Schutz der Zivilbevölkerung. Priorität für Warschau hätten Frieden in der Region sowie die Öffnung der Straße von Hormus.

Sikorski dankte seinem iranischen Amtskollegen für ein „gutes Gespräch“ und betonte, die polnische Diplomatie setze ihre Bemühungen zur Stabilisierung der Lage im Nahen Osten fort. Die polnische Botschaft in Teheran indes bleibe geöffnet und erfülle ihre Aufgaben weiter. „Unsere Diplomatie handelt – trotz der schwierigen Lage bleibt unsere Botschaft in Teheran geöffnet“, betonte der Außenminister.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Transportrouten der Welt. Vor den Angriffen Israels und der USA auf den Iran wurden dort täglich bis zu 20 Prozent der weltweiten Ölexporte abgewickelt. Seit dem 28. Februar ist der Schiffsverkehr in der Meerenge praktisch lahmgelegt. Die Entscheidung Irans, diese Route zu blockieren, hatte unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte. Die Ölpreise stiegen sprunghaft, unter Importeuren – insbesondere in Asien – wuchs die Verunsicherung.

PAP/ps

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