Mehr als 20 Einheiten der staatlichen und freiwilligen Feuerwehr aus dem Unglücksort und den benachbarten Kreisen wurden zur Bekämpfung des Feuers entsandt. Insgesamt sind über 300 Feuerwehrleute im Einsatz. Weitere Einheiten treffen fortlaufend am Brandort ein, sagte ein Oberkapitän der Kreisfeuerwehr Biłgoraj im Gespräch mit dem Polnischen Rundfunk. Unterstützt wird der Einsatz von Löschhubschraubern, die Wasser über dem betroffenen Gebiet abwerfen.
Wie die Feuerwehr erklärte, werde die Lage durch einen starken Wind erheblich erschwert. Das Feuer breite sich schnell aus. Der Einsatz sollte mindestens bis in die späten Abendstunden andauern. „Extreme Trockenheit führt dazu, dass sich das Feuer sehr schnell ausbreitet, der Brand ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Die Feuerwehr tut alles, um den Brand einzudämmen“, hieß es in einer Mitteilung am Dienstagabend.
Absturz eines Löschflugzeugs. Pilot kommt ums Leben
Im Dorf Osuchy bei Biłgoraj kam es am Dienstag zu einem Flugzeugunglück. Dort ist ein an den Löscharbeiten beteiligtes Dromader-Flugzeug abgestürzt. Bei dem Unfall kam der Pilot ums Leben. Nach ersten Erkenntnissen waren die Wetterbedingungen die Ursache des Absturzes. Der Unfall soll sich in der Endphase des Löschfluges ereignet haben. Der Waldbrand hat inzwischen schon eine Fläche von rund 150 Hektar erfasst.
In der gesamten Woiwodschaft Lublin gilt derzeit die höchste Waldbrandwarnstufe. Die Region leidet unter anhaltender Dürre – in einigen Gebieten hat es seit über drei Wochen nicht geregnet. Nach Angaben von Experten des Instituts für Pflanzenbau, Düngung und Bodenkunde in Puławy ist der Wasserstand der Weichsel und anderer Flüsse sehr niedrig, was das Brandrisiko zusätzlich erhöht.
PR/ps