Deutsche Redaktion

Verteidigungsminister: Keine Verringerung der US-Truppenpräsenz

14.05.2026 11:36
Die Zahl der in Polen stationierten US-Soldaten wird nach Angaben von Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz nicht reduziert. „Es gibt keine Verringerung der amerikanischen Truppenpräsenz in Polen. Im Gegenteil: Wir arbeiten an einer Verstärkung sowohl der Truppenstärke als auch der operativen Fähigkeiten“, sagte der Minister am Donnerstag in Warschau.
Szef MON: nie zmniejszy się liczba żołnierzy amerykańskich w Polsce
Szef MON: nie zmniejszy się liczba żołnierzy amerykańskich w PolscePAP/Paweł Supernak

Zuvor hatten US-Medien berichtet, dass die geplante Verlegung einer US-Panzerbrigade mit mehr als 4000 Soldaten nach Polen gestoppt worden sei. Die Berichte standen im Zusammenhang mit angekündigten Umstrukturierungen der US-Streitkräfte in Europa und einem geplanten Abzug von rund 5000 US-Soldaten aus Deutschland.

Kosiniak-Kamysz betonte jedoch, die Änderungen beträfen nicht Polen. Reorganisationen innerhalb der US-Armee könnten zwar Auswirkungen auf die Stationierungsorte einzelner Einheiten in Europa haben, nicht jedoch auf die Gesamtzahl der US-Soldaten in Polen.

Der Minister erklärte zudem, Polen stehe in ständigem Kontakt mit der amerikanischen Seite. In der Nacht habe er mit den US-Streitkräften in Europa gesprochen.

Polen sei ein „eiserner Verbündeter“, der alle Verpflichtungen innerhalb der NATO erfülle, sagte Kosiniak-Kamysz weiter. Das Land investiere fast fünf Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in Verteidigungsausgaben.

Zugleich verwies der Minister auf die Bedeutung der USA für die Sicherheit Europas. Ohne die nukleare Abschreckung und die Präsenz der Vereinigten Staaten an der NATO-Ostflanke könne es in den kommenden Jahren keine sichere europäische Verteidigung geben.

Nach Angaben des Ministers standen in der Frage auch Ministerpräsident Donald Tusk und Präsident Karol Nawrocki in engem Kontakt. Zwischen Regierung und Präsident gebe es in strategischen Fragen der Sicherheitspolitik „keinen Streit“, sagte Kosiniak-Kamysz.


PAP/IAR/jc

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