Deutsche Redaktion

Drehbuchautor Krzysztof Piesiewicz mit 80 Jahren verstorben

15.05.2026 01:00
Der herausragende Pole war Mitglied der amerikanischen Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Seine Drehbücher haben sich dauerhaft in die Geschichte des Kinos eingeschrieben. Im Februar wurde der Künstler mit der Goldenen Gloria Artis-Medaille ausgezeichnet.
Krzysztof Piesiewicz war Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Er hatte der Jury des Hauptwettbewerbs der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1996 angehrt.
Krzysztof Piesiewicz war Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Er hatte der Jury des Hauptwettbewerbs der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1996 angehört. WOJCIECH STROZYK/REPORTER/EAST NEWS

Über den Tod von Piesiewicz hat am Donnerstag Małgorzata Kidawa-Błońska informiert. „Eine sehr traurige Nachricht [...] Der Familie und den Angehörigen spreche ich mein Mitgefühl aus“, schrieb die Senatsmarschallin. Wie sie betonte, hätten sich die Drehbücher von Piesiewicz dauerhaft in die Geschichte des Kinos eingeschrieben.

Krzysztof Piesiewicz war von Beruf Jurist und Mitautor von mehr als 20 Filmskripten. Siebzehn davon wurden von Krzysztof Kieślowski realisiert, der sie auch miterverfasst hatte, darunter „Ohne Ende", „Dekalog", „Das doppelte Leben von Veronika" sowie die Filme der Drei-Farben-Trilogie: „Drei Farben: Blau", „Drei Farben: Weiß" und „Drei Farben: Rot". Für das Drehbuch zu „Rot“ hatten Piesiewicz und Kieślowski eine Oscar-Nominierung erhalten.

Krzysztof Piesiewicz wurde am 25. Oktober 1945 in Warschau geboren. 1970 hatte er sein Studium an der Universität Warschau abgeschlossen. Während der kommunistischen Zeit in Polen hatte er in politischen Prozessen Aktivisten der Gewerkschaft NSZZ Solidarność verteidigt. Zudem war er als Nebenkläger im Verfahren gegen die Mörder des Priesters Jerzy Popiełuszko aufgetreten und hatte Oberst Ryszard Kukliński verteidigt.

Krzysztof Piesiewicz war Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Er hatte der Jury des Hauptwettbewerbs der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1996 angehört. Als Senator der Republik Polen (1991–1993 sowie 1997–2011) engagierte er sich vor allem in Ausschüssen für Kultur, Medien und Menschenrechte.

Im Februar wurde Krzysztof Piesiewicz mit der Goldenen Gloria Artis-Medaille „Verdient für die Kultur“ ausgezeichnet. Die Ehrung wird seit 2005 vom polnischen Minister für Kultur und Nationales Erbe an Personen oder Institutionen verliehen, die sich um das künstlerische Schaffen, die Kulturarbeit oder den Schutz des kulturellen Erbes besonders verdient gemacht haben.

PR/TVP /ps

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