Besonders schwer betroffen ist ein Gebiet von rund 400 Hektar, in dem das Feuer bereits am zweiten Tag außer Kontrolle geraten war. Förster bereiten dort nun die rasche Beseitigung abgestorbener Bäume vor, um eine Ausbreitung von Schädlingen auf benachbarte, unversehrte Waldgebiete zu verhindern.
Der Brand richtete auch erhebliche Schäden in ökologisch wertvollen Gebieten an. Betroffen sind unter anderem Teile des geplanten Naturschutzgebiets „Długie bagno“ sowie Flächen des europäischen Schutzgebiets Natura 2000. Während größere Tiere vor den Flammen fliehen konnten, wurden zahlreiche Vogelbruten sowie kleinere Tier- und Pflanzenarten vernichtet.
Zeitweise waren mehr als tausend Einsatzkräfte vor Ort, darunter Feuerwehrleute, Förster, Polizisten und Soldaten. Unterstützt wurden sie von Löschflugzeugen und Hubschraubern.
Überschattet wurde der Einsatz vom Tod eines 65-jährigen Piloten. Er kam beim Absturz eines Löschflugzeugs vom Typ Dromader ums Leben. Die Ursachen des Unglücks werden untersucht.
In den besonders betroffenen Waldgebieten Dębowce und Fryszarka gilt weiterhin ein striktes Betretungsverbot. Behörden warnen vor versteckten Glutnestern in den Torfgebieten sowie vor instabilen, verkohlten Bäumen, die jederzeit umstürzen könnten.
Eine Sonderkommission untersucht inzwischen die Ursache des Feuers. Parallel dazu arbeiten Experten an einem langfristigen Plan zur Wiederherstellung der zerstörten Waldökosysteme.
IAR/jc