Deutsche Redaktion

Sejmmarschall besucht Bratislava ohne Treffen mit Fico

19.05.2026 06:00
Der polnische Sejmmarschall Włodzimierz Czarzasty hat am Montag Bratislava besucht, ein Treffen mit dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico jedoch bewusst vermieden. Fico war vor kurzem nach Moskau gereist.
18.05.2026. Der Sejmmarschall Polens, Włodzimierz Czarzasty (l.), und der Vorsitzende des slowakischen Nationalrats, Richard Rai (r.), whrend einer Pressekonferenz nach ihrem Treffen auf der Burg von Bratislava. Der Prsident des Sejm hat am Montag die Slowakische Republik besucht.
18.05.2026. Der Sejmmarschall Polens, Włodzimierz Czarzasty (l.), und der Vorsitzende des slowakischen Nationalrats, Richard Raši (r.), während einer Pressekonferenz nach ihrem Treffen auf der Burg von Bratislava. Der Präsident des Sejm hat am Montag die Slowakische Republik besucht.PAP/Paweł Supernak

Wie Czarzasty erklärte, habe er die Entscheidung bewusst getroffen. „Wenn ein Politiker aus dem demokratischen Lager Menschen nicht treffen muss, die sich mit Putin treffen, dann sollte er das auch nicht tun“, sagte er dem Polnischen Rundfunk. Stattdessen hat er auf der Burg von Bratislava mit dem Präsidenten des slowakischen Parlaments, Richard Raši, gesprochen. Themen waren die Wiederbelebung der Zusammenarbeit innerhalb der Visegrád-Gruppe, EU-Mittel sowie der Wiederaufbau der Ukraine nach dem Krieg.

Czarzasty zufolge sei eine echte Zusammenarbeit innerhalb der Visegrád-Gruppe erst nach dem Wahlsieg der Tisza-Partei von Péter Magyar bei den ungarischen Parlamentswahlen möglich geworden. „Wir sahen wenig Sinn in der Visegrád-Gruppe, solange der Ministerpräsident eines Mitgliedsstaates ein Freund Putins war, den wir als unseren Feind betrachten“, sagte er mit Blick auf Viktor Orbán. Raši betonte das gemeinsame Gewicht des Bündnisses: 65 Millionen Einwohner, eine starke Vertretung im Europäischen Parlament und 9 Prozent des EU-BIP. Die Stimme der Gruppe werde daher „schwer zu überhören“ sein.

Die beiden Politiker haben zudem vereinbart, eine Einladung des ukrainischen Parlamentspräsidenten Ruslan Stefantschuk zu einem künftigen Treffen der Visegrád-Gruppe zu erwägen. Außerdem sprachen sie über ein Programm, im Rahmen dessen Kinder ukrainischer Kriegsveteranen den Sommer in der Slowakei verbringen könnten.
Die Visegrád-Gruppe ist ein politisches und kulturelles Bündnis von vier mitteleuropäischen Staaten – Polen, Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Die Slowakei übernimmt am 1. Juli den Vorsitz der Gruppe.

PAP/PR/ps

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