Deutsche Redaktion

Putin wirbt in Peking um engere Wirtschaftskooperation

20.05.2026 11:38
Wie groß die Abhängigkeit des Kremls von China ist, zeigt eine Zahl des Zentrums für Oststudien: Bei Gütern mit doppeltem Verwendungszweck – zivil wie militärisch nutzbar – bezog Russland vor dem Krieg rund 20 Prozent aus China, inzwischen etwa 90 Prozent.
Der russische Prsident Wladimir Putin verlsst die Groe Halle des Volkes in Peking, China, am 20. Mai 2026. EPAMaxim Shemetov  POOL Quelle: PAPEPA.
Der russische Präsident Wladimir Putin verlässt die Große Halle des Volkes in Peking, China, am 20. Mai 2026. EPA/Maxim Shemetov / POOL Quelle: PAP/EPA.Foto: EPA/Maxim Shemetov / POOL Quelle: PAP/EPA.

Der russische Präsident Wladimir Putin wirbt bei seinem Besuch in Peking um eine intensivere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China. China ist inzwischen der wichtigste politische und wirtschaftliche Partner des Kremls. Empfangen wurde Putin in der Großen Halle des Volkes am Tiananmen-Platz – am selben Ort, an dem wenige Tage zuvor US-Präsident Donald Trump begrüßt worden war.

Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine und der Abkopplung von westlichen Märkten ist Russland wirtschaftlich von China abhängig geworden. Im Zentrum der Gespräche stand der Handel: Moskau möchte, dass Peking mehr russische Rohstoffe abnimmt. Xi Jinping erklärte zu Beginn, Russland und China sollten einander unterstützen; beide Länder verbinde eine strategische Partnerschaft. Nach dem ersten Teil des Treffens hieß es, die Führungen wollten ihre Zusammenarbeit in Handel, Investitionen und im Energiesektor fortsetzen und vertiefen. Eine gemeinsame Rüstungsproduktion, die sich Moskau wünscht, geht Peking bislang nicht ein.

Wie groß die Abhängigkeit ist, zeigt eine Zahl des Zentrums für Oststudien: Bei Gütern mit doppeltem Verwendungszweck – zivil wie militärisch nutzbar – bezog Russland vor dem Krieg rund 20 Prozent aus China, inzwischen etwa 90 Prozent. In den offiziellen Mitteilungen beider Seiten wurde der Ukraine-Krieg nicht erwähnt; Beobachter gehen jedoch davon aus, dass er zu den vorrangigen Themen gehörte.

IAR/adn

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