Deutsche Redaktion

Polen und Estland beraten über Drohnenvorfälle im Baltikum

27.05.2026 12:15
Die Präsidenten Polens und Estlands haben angesichts mehrerer Drohnenvorfälle im Baltikum über die Sicherheitslage an der Nato-Ostflanke beraten. Wie die polnische Präsidialkanzlei mitteilte, sprachen Karol Nawrocki und Alar Karis telefonisch über die jüngsten Verletzungen des Luftraums baltischer Staaten durch Drohnen.
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illustrationsbild:DANIEL MIHAILESCU/AFP/East News

Nawrocki habe dabei Litauen, Lettland und Estland Unterstützung zugesichert und die Bedeutung einer stärkeren Nato-Präsenz an der Ostflanke betont. Der estnische Präsident dankte laut Warschau den verbündeten Luftstreitkräften der Nato-Mission „Air Policing“, darunter auch Polen. Warschau hatte angekündigt, Kampfflugzeuge zur estnischen Luftwaffenbasis Ämari zu entsenden.

Das Gespräch fand unmittelbar nach einem Treffen der Präsidenten Estlands, Lettlands und Litauens mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Vilnius statt. Von der Leyen erklärte dort, Russland versuche mit gezielten Provokationen die baltischen Gesellschaften zu destabilisieren. Die Menschen in der Region seien zuletzt mit Luftalarm, Störungen des Verkehrs und Sicherheitsmaßnahmen konfrontiert gewesen.

In den vergangenen Tagen hatten sich Zwischenfälle mit Drohnen an der Grenze zwischen der Europäischen Union und Russland gehäuft. Nach estnischen Angaben verletzte vergangene Woche eine Drohne den estnischen Luftraum und wurde von rumänischen F-16-Kampfjets abgeschossen. Auch Lettland meldete einen ähnlichen Vorfall. In Litauen wurde zudem zeitweise der Flugverkehr über dem Flughafen Vilnius eingestellt.


IAR/jc

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