Bei den Angriffen wurden nach ukrainischen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet, darunter auch Kinder. Hunderte weitere Menschen wurden verletzt. „Putin hat keine anderen Karten mehr als Terror“, schrieb Sybiha. Russland verliere auf dem Schlachtfeld, und keine noch so große Zahl von Raketen werde daran etwas ändern.
Der Außenminister forderte die westlichen Partner erneut auf, zusätzliche Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot für die Ukraine zu finanzieren und den Sanktionsdruck auf Russland zu erhöhen.
Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj wertete die jüngsten Angriffe als klares Signal Moskaus. Russland habe eine groß angelegte Offensive begonnen, erklärte er. Ohne wirksamen Schutz vor ballistischen Raketen und anderen Luftangriffen werde sich die Serie solcher Attacken fortsetzen.
Nach Angaben aus Kiew sind die Bestände an Abfangraketen stark geschrumpft. Als Gründe gelten die hohe Belastung der ukrainischen Luftverteidigung, begrenzte Produktionskapazitäten in den USA sowie eine gestiegene Nachfrage nach den Raketen im Nahen Osten.
Derweil weisen ukrainische Militäranalysten Berichte über russische Geländegewinne zurück. Das Analyseportal DeepState erklärte, die russischen Streitkräfte hätten im Mai lediglich 14 Quadratkilometer ukrainischen Territoriums erobert – der geringste monatliche Gebietsgewinn seit Oktober 2023. Die Experten sprechen von einer „vollständigen Niederlage“ der russischen Offensive und sehen die Ukraine trotz der schweren Luftangriffe in einer vergleichsweise günstigen Position an der Front.
IAR/jc