Deutsche Redaktion

Drohnenvorfälle im Mittelpunkt des nordisch-baltischen Gipfels in Tallinn

09.06.2026 11:34
Unmittelbar vor dem Treffen hatte ein NATO-Kampfjet erstmals über Lettland eine fremde Drohne abgeschossen. Lettland will nun ukrainische Experten hinzuziehen, um technische und operative Lehren aus dem Krieg gegen Russland zu nutzen.
Latvian, French and NATO flags flutter in front of a French Rafale fighter jet of the NATO Baltic Air Policing mission, in the Lielvarde air base, Latvia, April 14, 2026.
Latvian, French and NATO flags flutter in front of a French Rafale fighter jet of the NATO Baltic Air Policing mission, in the Lielvarde air base, Latvia, April 14, 2026.Photo: REUTERS/Ints Kalnins/File Photo

Der Gipfel der nordisch-baltischen Staaten in Tallinn steht im Zeichen wachsender Bedrohung durch Drohnen an der NATO-Ostflanke. Die Regierungschefs aus acht Ländern beraten über regionale Sicherheit, Verteidigungsindustrie, Unterstützung für die Ukraine und den Ausbau der Drohnenabwehr.

Unmittelbar vor dem Treffen hatte ein NATO-Kampfjet erstmals über Lettland eine fremde Drohne abgeschossen. Nach lettischen Angaben gab es keine Opfer und keine Sachschäden. Die Herkunft und der Typ des Fluggeräts waren zunächst nicht eindeutig feststellbar. Die lettische Armee verwies auf russische elektronische Kriegsführung kurz vor dem Eindringen der Drohne in den Luftraum.

Lettland will nun ukrainische Experten hinzuziehen, um technische und operative Lehren aus dem Krieg gegen Russland zu nutzen. Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz wertete den Abschuss als Beleg dafür, dass die NATO ihre Mitglieder schützt. Eingesetzt waren französische Rafale-Jets, die zuletzt auch den polnischen Luftraum sicherten.

IAR/adn


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