Unter dem Motto „Geschichte, die einbindet“ beginnt in Warschau der sechste Kongress der Sozialarchive, organisiert vom Zentrum für Sozialarchivistik. Die Veranstaltung bringt Menschen zusammen, die lokale Initiativen, gesellschaftliche Prozesse und historische Ereignisse dokumentieren.
Wie Vizedirektorin Joanna Łuba betont, vereint der Kongress sehr unterschiedliche Formen des Erinnerns: „Es gibt hochprofessionelle Archive mit Sammlungen von UNESCO-Rang und solche, deren Materialien in einen Schuhkarton passen. Beide sind gleich wertvoll, weil sie aus persönlichem Engagement entstehen.“
Ein besonderes Ereignis ist das Theaterstück „Meine Hände schreien“ des Olsztyner Gehörlosentheaters. Es wird in Gebärdensprache mit Übersetzung in Lautsprache aufgeführt und zeigt den Alltag gehörloser und schwerhöriger Menschen aus ihrer Sicht. Laut Łuba wird es „ein intensives künstlerisches und persönliches Erlebnis“.
Die Aufführung findet am Freitag (25. Oktober) um 19 Uhr im Kulturterminal Gocław statt. Für Workshops und Online-Treffen sind Anmeldungen noch bis heute Mittag möglich. Der Kongress dauert bis Sonntag, dem 26. Oktober.
IAR/adn