Deutsche Redaktion

Jubiläums-Parade der Gleichberechtigung durch Warschau

15.06.2026 06:00
Zehntausende Menschen sind bei der 25. Parade der Gleichberechtigung durch das Zentrum Warschaus gezogen. Die Teilnehmer haben für Gleichbehandlung, Schutz vor Diskriminierung und die Rechte von LGBTQ+-Personen demonstriert.
Unter dem Motto 25 Jahre Stolz und Widerstand ist am Samstag die Jubilums-Parade der Gleichberechtigung durch die Straen Warschaus gezogen.
Unter dem Motto „25 Jahre Stolz und Widerstand“ ist am Samstag die Jubiläums-Parade der Gleichberechtigung durch die Straßen Warschaus gezogen. Rafał Trzaskowski/X

Unter dem Motto „25 Jahre Stolz und Widerstand“ ist am Samstag die Jubiläums-Parade der Gleichberechtigung durch die Straßen Warschaus gezogen. An dem Marsch haben LGBTQ+-Personen, ihre Angehörigen, Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Aktivisten, Politiker sowie Unterstützer der Gemeinschaft teilgenommen. In der Menge waren Regenbogenflaggen, bunte Schirme, Transparente und Symbole verschiedener Gruppen und Organisationen zu sehen.

Vor Beginn des Umzugs haben die Organisatoren, Aktivisten und eingeladenen Gäste von der Bühne gesprochen. Dabei ging es über gesetzliche Änderungen zu eingetragenen Partnerschaften sowie zur Anerkennung im Ausland geschlossener gleichgeschlechtlicher Ehen. Zu den wichtigsten Forderungen der Organisatoren gehörten der Schutz vor Diskriminierung und Ausgrenzung, die Gleichstellung der Geschlechter, das Recht auf Ehe und eingetragene Partnerschaft unabhängig von Geschlecht und sexueller Orientierung sowie Regelungen, die Transpersonen die rechtliche und medizinische Anerkennung ihres Geschlechts erleichtern sollen.

Wie Warschaus Präsident Rafał Trzaskowski betonte, sei die Gleichberechtigungsparade inzwischen Teil der Geschichte und Identität der Hauptstadt geworden. Seit acht Jahren habe er die Veranstaltung eröffnet. Die Parade steht unter der Schirmherrschaft der Stadtverwaltung. Sie sei „genau wie Warschau – offen, tolerant und vielfältig“, sagte er. Zugleich bezeichnete er die Veranstaltung als Ausdruck des Respekts für die Menschenrechte und der Solidarität mit allen Minderheiten.

Die Jubiläumsausgabe der Parade stand unter der Schirmherrschaft der Europäische Kommission sowie der Botschaften von Deutschland und Mexiko.

IAR/PR/ps

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