Zoologische Gärten und Nationalparks in Polen appellieren zum Jahreswechsel an die Bevölkerung, auf Feuerwerk zu verzichten. Zu den Einrichtungen, die sich diesem Aufruf angeschlossen haben, gehören der Warschauer Zoo und der Kampinoski-Nationalpark.
Wie der Warschauer Zoo erinnert, reagieren Tiere äußerst empfindlich auf plötzlich auftretende Knallgeräusche. Der unerwartete Lärm löst bei vielen Arten Panik aus und kann zu schweren Verletzungen führen. Besonders gefährdet sind fluchtsensible Huftiere, die sich bei panischer Flucht gegenseitig oder an Zäunen verletzen können. In einem Rehabilitationszentrum starben vor zwei Jahren ein Ziegenbock sowie zwei Greifvögel infolge der Silvesterknallerei.
Auch Stadtvögel sind dem Lärm schutzlos ausgesetzt. Sie geraten in Panik, fliehen orientierungslos und stoßen dabei oft gegen Glasflächen. Am Morgen nach der Silvesternacht werden daher regelmäßig tote Tiere auf Gehwegen gefunden. Ornitologen melden zudem jedes Jahr dramatische Situationen in überwachten Nistkästen von Wanderfalken.
Appelle zum Verzicht auf Raketen und Böller kommen auch von weiteren Schutzgebieten – darunter den Nationalparks in der Tatra, den Bieszczady, im Ojców-Gebiet und im Riesengebirge – sowie von den Zoos in Płock und Wrocław.
IAR/adn