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Delegation konservativer polnischer Europaabgeordneter besucht Taiwan

23.07.2026 07:00
Das Europäische Parlament hat in diesem Jahr zahlreiche taiwanfreundliche Entschließungen und Berichte verabschiedet. Dazu gehören Maßnahmen zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Taiwan und der EU im Bereich der Drohnentechnologie, Vertiefung der Partnerschaft zwischen Taiwan und der EU sowie zur Bekräftigung der Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße.
Prsident Lai Ching-te bei einem Treffen mit einer Delegation des Europischen Parlaments aus Mitgliedern der Fraktion der Europischen Konservativen und Reformer (EKR) am Mittwoch im Prsidialamt in Taipeh.
Präsident Lai Ching-te bei einem Treffen mit einer Delegation des Europäischen Parlaments aus Mitgliedern der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) am Mittwoch im Präsidialamt in Taipeh.President of R.O.C. Taiwan. Chairperson of the Democratic Progressive Party, Lai Ching-te/X

Taiwan wolle die Zusammenarbeit mit demokratischen Staaten wie Polen weiter ausbauen, um gemeinsam der Ausbreitung autoritärer Systeme und anderen Herausforderungen entgegenzutreten, erklärte Präsident Lai Ching-te bei einem Treffen mit einer Delegation des Europäischen Parlaments aus Mitgliedern der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) am Mittwoch im Präsidialamt in Taipeh. Angeführt wurde die Delegation von der ehemaligen polnischen Ministerpräsidentin und Europaabgeordneten Beata Szydło. Sie gehört dem Sonderausschuss des Europäischen Parlaments zum Europäischen Demokratieschild an.

Wie Lai betonte, habe das Europäische Parlament in diesem Jahr zahlreiche taiwanfreundliche Entschließungen und Berichte verabschiedet. Dazu zählen Maßnahmen zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Taiwan und der EU im Bereich der Drohnentechnologie, zur Unterstützung der internationalen Beteiligung Taiwans, zur Vertiefung der Partnerschaft zwischen Taiwan und der Europäischen Union sowie zur Bekräftigung der Bedeutung von Frieden und Stabilität in der Taiwanstraße.
Zudem habe das Europäische Parlament China im April aufgefordert, das Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts aufzuheben. Im vergangenen Monat habe es außerdem eine Resolution gegen die grenzüberschreitende Repression durch Peking verabschiedet, sagte Lai.

Nach den Worten Lais würden diese Schritte das entschlossene Bekenntnis der EU zu den universellen Werten von Demokratie und Menschenrechten sowie ihre Unterstützung für Taiwan zeigen. Frieden und Stabilität in der Region und weltweit könnten nur durch die Zusammenarbeit gleichgesinnter Partner und die Stärkung der demokratischen Widerstandsfähigkeit gesichert werden, sagte er.

Taiwan und Polen würden sich in Schlüsselbereichen wie künstlicher Intelligenz, Drohnentechnologie, grüner Energie und der Halbleiterindustrie in besonderem Maße ergänzen, erklärte Lai. Im vergangenen Monat hat das taiwanische Wirtschaftsministerium mit dem polnischen Nationalen Zentrum für Forschung und Entwicklung eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei industrieller Innovation sowie Forschung und Entwicklung unterzeichnet. Er hoffe daher auf eine weitere Vertiefung der Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung sowie auf eine gemeinsame Erschließung neuer Märkte, um widerstandsfähigere und sicherere Lieferketten demokratischer Staaten aufzubauen.

Beata Szydło bezeichnete Taiwan als einen vertrauenswürdigen Partner Europas. Sie würdigte die Fortschritte des Landes in den Bereichen künstliche Intelligenz, Halbleiter und Zukunftstechnologien. Ihr zufolge würden die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Taiwan und Polen weiter entwickelt werden.
Streitigkeiten in der Taiwanstraße müssten friedlich beigelegt werden, betonte Szydło. Die Europäische Union sollte ihre Zusammenarbeit mit verlässlichen Demokratien wie Taiwan ausbauen. Zugleich hoffe sie auf eine pragmatische, offene und langfristige Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen Taiwan und Europa.

Taiwantoday/X/ps

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