„Wir bauen das modernste Eisenbahnnetz Europas – und das ist keine Übertreibung“, sagte Tusk bei einer Pressekonferenz in Warschau. Die Bahn solle künftig zum wichtigsten Verkehrsmittel im Land werden.
Kern des Programms ist der Ausbau des integrierten Schienennetzes. Vorgesehen sind der Bau von 2.700 Kilometern Hochgeschwindigkeitsstrecken, mehr als 2.000 Kilometern neuer konventioneller Bahnlinien sowie die Modernisierung von 5.600 Kilometern bestehender Gleise. Hochgeschwindigkeitszüge sollen Geschwindigkeiten von bis zu 350 Kilometern pro Stunde erreichen.
Nach Angaben der Regierung sollen die Fahrzeiten zwischen Warschau und den größten Städten des Landes auf rund 100 Minuten sinken. Reisen zwischen den wichtigsten Regionen Polens sollen künftig nicht länger als drei Stunden dauern.
Infrastrukturminister Dariusz Klimczak erklärte, dass sich die derzeit laufenden Bahnprojekte auf ein Volumen von rund 100 Milliarden Złoty belaufen. Sie umfassen neben dem Streckenausbau auch neue Züge, zusätzliche Gleise, die Digitalisierung der Infrastruktur sowie Park-and-Ride-Anlagen.
Das Hochgeschwindigkeitsnetz ist Teil des Projekts Zentraler Verkehrsknotenpunkt (CPK). Der erste Abschnitt zwischen Warschau und Łódź soll bis Ende 2032 in Betrieb gehen. Die Verlängerungen nach Posen und Breslau sind bis 2035 geplant. Insgesamt sollen bis etwa 2060 rund 4.700 Kilometer neuer Bahnstrecken entstehen und weitere 5.600 Kilometer modernisiert werden.
IAR/jc