„Es gibt keinerlei Gründe anzunehmen, dass Polen das Ziel war“, sagte Tusk am Donnerstag bei einem Besuch in Tarnawa-Kolonia in der Woiwodschaft Lublin. Dort war in der Nacht ein Flugkörper auf unbewohntem Gelände niedergegangen. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich wahrscheinlich um einen russischen Marschflugkörper des Typs Ch-101.
Nach Angaben des Regierungschefs stand der Vorfall im Zusammenhang mit einem der bislang größten russischen Luftangriffe auf die Ukraine seit Beginn des Krieges.
Tusk verwies auf Berichte des Militärs, wonach ukrainische Kampfflugzeuge die russischen Raketen bis unmittelbar an die polnische Grenze verfolgt und versucht hätten, sie abzufangen.
Polnische Behörden untersuchen weiterhin die Absturzstelle. Zuvor hatte die Regierung erklärt, die Streitkräfte seien bereit gewesen, den Flugkörper abzuschießen, falls er seinen Flug über polnischem Staatsgebiet fortgesetzt hätte.
IAR/jc