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Tusk: Polen will zur Seemacht werden

12.08.2026 10:50
Polens Schiffbauindustrie ist nach den Worten von Ministerpräsident Donald Tusk heute ein Grund zum Stolz. Bei einem Besuch der Kriegsschiffwerft in Gdynia verwies Tusk auf tausende Arbeitsplätze, moderne Technologien und umfangreiche Investitionen.
Die ORP Wicher, erste von drei neuen Mehrzweckfregatten des Miecznik-Programms, soll in dieser Woche offiziell getauft und zu Wasser gelassen werden.
Die ORP „Wicher“, erste von drei neuen Mehrzweckfregatten des „Miecznik“-Programms, soll in dieser Woche offiziell getauft und zu Wasser gelassen werden.PAP/Andrzej Jackowski

Wir werden, ich zögere nicht, dieses Wort zu benutzen, auch militärisch eine Seemacht sein“, sagte Tusk. Ein möglicher Angreifer werde es sich mehrfach überlegen, bevor er Polen feindlich angreife, wenn das Land über Kriegsschiffe wie die neue Fregatte ORP Wicher und weitere Schiffe verfüge, die derzeit gebaut würden.

Die Wicher ist die erste von drei Fregatten, die im Rahmen des polnischen Programms „Miecznik“ für die Marine entstehen. In Kürze sollen der Bau der beiden weiteren Schiffe ORP Burza und ORP Huragan beginnen. Das gesamte Programm hat nach Angaben Tusks ein Volumen von 15 Milliarden Złoty.

Tusk erinnerte daran, dass die Projekte „Miecznik“ und „Kormoran“ bereits 2013 und 2014 entwickelt worden seien. „Es musste viele, viele Jahre dauern, bis wir diesen Moment erreicht haben“, sagte der Ministerpräsident.

Die Investitionen seien auch notwendig, um die polnische Infrastruktur an der Ostsee zu schützen. Dazu gehörten Häfen, die geplante Kernkraftanlage und Offshore-Anlagen. „Das alles zwingt uns dazu, die Ostsee als unser polnisches Meer zu betrachten, das auch verteidigt werden muss“, sagte Tusk.

Das Programm „Miecznik“ gilt derzeit als größtes Modernisierungsprojekt der polnischen Marine. Insgesamt sollen drei Mehrzweckfregatten gebaut werden. Sie sollen ältere Schiffe der Oliver-Hazard-Perry-Klasse ersetzen. Der Abschluss des Programms ist bis Ende 2031 vorgesehen.

Die Fregatten basieren auf dem britischen Entwurf Arrowhead 140. Zu ihrer Bewaffnung gehören unter anderem britische CAMM- und CAMM-ER-Flugabwehrraketen. Außerdem sollen die Schiffe mit Geschützen mit einer Reichweite von bis zu 40 Kilometern und Seezielflugkörpern mit einer Reichweite von mehr als 200 Kilometern ausgestattet werden.


PAP/jc