Der ungarische Regierungschef war am Dienstag in Berlin. Es war die dritte Hauptstadt nach Warschau und Wien, die er in seiner neuen Rolle als Ministerpräsident besucht hat. Bei seinen Gesprächen mit Bundeskanzler Friedrich Merz ging es unter anderem um wirtschaftliche Fragen und die Sicherheit in Europa. Peter Magyar hat deutsche Unternehmen zur Rückkehr nach Ungarn aufgerufen. Wie er versicherte, gehe seine Regierung gegen das bislang größte Investitionshemmnis vor – die Korruption. Zugleich kündigte er ein stärkeres internationales Engagement an.
„Die Visegrád-Gruppe gehört neben der Europäischen Union und der NATO zu unseren Prioritäten in der internationalen Zusammenarbeit. Uns verbinden enge polnisch-ungarische Beziehungen. Ich freue mich, am 23. Juli in Budapest einen V4-Gipfel auszurichten. Donald Tusk sowie die Ministerpräsidenten Tschechiens und der Slowakei haben meine Einladung angenommen. Ich schlage vor, das Format zu stärken und Österreich und Deutschland, aber auch Kroatien, Slowenien, Rumänien und weitere Länder der Region in die Zusammenarbeit einzubeziehen“, sagte der ungarische Ministerpräsident.
Dem Bundeskanzler versprach er, die Blockade eines EU-Beitritts der Ukraine aufzuheben, sofern die Rechte der ungarischen Minderheit in dem Land gewährleistet würden. Der Kanzler hat seinerseits weitere Unterstützung für die gegen Russland kämpfende Ukraine zugesagt. „Über die militärische Unterstützung für die Ukraine sprechen wir bereits mit der neuen ungarischen Regierung. Wir werden unser Engagement nicht verringern, denn es zeigt Wirkung. Sanktionen gegen Russland und Hilfe für die Ukraine sind der schnellste Weg zu einem möglichst schnellen Ende des Krieges“, sagte Friedrich Merz.
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