Die Regierung hat nach dem schweren Unfall polnischer Pilger ein Sonderflugzeug nach Ungarn geschickt. Vor dem Abflug fand eine Pressekonferenz statt. Gesundheitsstaatssekretärin Katarzyna Kacperczyk und der stellvertretende Außenminister Wojciech Zajączkowski haben über die Einzelheiten des Einsatzes informiert. „Wir wollen sicherstellen, dass alle polnischen Staatsbürger, die bei diesem Unfall verletzt wurden, Hilfe des polnischen Staates erhalten – sowohl von den Behörden vor Ort als auch beim Transport nach Polen“, betonte Gesundheitsstaatssekretärin Katarzyna Kacperczyk.
Die Patienten sollen zunächst möglichst in medizinischen Einrichtungen in der Nähe ihres Wohnortes untergebracht werden. Wie Kacperczyk mitteilte, würden dem Gesundheitsministerium zwei für den Transport von Verletzten ausgerüstete Sonderflugzeuge zur Verfügung stehen. Zudem seien die polnischen Rettungsdienste bereit, einen Teil der Verletzten mit Krankenwagen nach Polen zu bringen.
Fahrer von ungarischer Polizei vernommen. Eine Person in Haft
Neben sechs Medizinern gehören zum Unterstützungsteam, das nach Budapest reist, auch drei Konsulatsmitarbeiter. Sie sollen die Botschaft vor Ort bei der Organisation des Transports der Verletzten aus vier Städten nach Budapest und anschließend nach Warschau unterstützen, teilte der stellvertretende Außenminister Wojciech Zajączkowski mit. Die Verletzten befinden sich derzeit in Debrecen, Miskolc, Eger und Nyíregyháza.
Beide Fahrer des Reisebusses seien von der ungarischen Polizei vernommen worden, teilte der stellvertretende Minister mit. Einer wurde freigelassen, der andere wurde festgenommen. Bislang sei noch keine Anklage erhoben worden. Der ungarischen Polizei zufolge, würden die Umstände des Unfalls die Inhaftierung einer Person rechtfertigten, fügte er hinzu.
In der vergangenen Nacht kamen bei einem Unfall eines mit Pilgern aus Medjugorje in Bosnien und Herzegowina zurückkehrenden polnischen Reisebusses zwölf Menschen ums Leben. Zehn weitere wurden schwer verletzt.
RMF24/ps