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Israel stellt Ermittlungen zum Tod von polnischem Volontär im Gazastreifen ein

21.08.2026 07:30
Nach der Entscheidung Israels, die Ermittlungen zum Beschuss im Gazastreifen einzustellen, bei dem der polnische Helfer Damian Soból ums Leben kam, wurde der israelische Botschafter ins polnische Außenministerium einbestellt. Polen erwartet von Israel die Übermittlung der für die polnischen Ermittlungen notwendigen Informationen und Unterlagen, teilte das Außenministerium mit.
Damian Soból war am 1. April 2024 bei einem Angriff auf einen Konvoi der Hilfsorganisation World Central Kitchen ums Leben gekommen. Der Lebensmittel in den Gazastreifen fahrende Hilfskonvoi wurde in der Kstenstadt Deir al-Balah von der israelischen Armee aus der Luft beschossen. Am 2. April 2024 hatte die Staatsanwaltschaft in Przemyśl Ermittlung
Damian Soból war am 1. April 2024 bei einem Angriff auf einen Konvoi der Hilfsorganisation World Central Kitchen ums Leben gekommen. Der Lebensmittel in den Gazastreifen fahrende Hilfskonvoi wurde in der Küstenstadt Deir al-Balah von der israelischen Armee aus der Luft beschossen. Am 2. April 2024 hatte die Staatsanwaltschaft in Przemyśl Ermittlungwck.org

Damian Soból war am 1. April 2024 bei einem Angriff auf einen Konvoi der Hilfsorganisation World Central Kitchen ums Leben gekommen. Der Lebensmittel in den Gazastreifen fahrende Hilfskonvoi wurde in der Küstenstadt Deir al-Balah von der israelischen Armee aus der Luft beschossen. Am 2. April 2024 hatte die Staatsanwaltschaft in Przemyśl Ermittlungen zum Tod Sobóls im Gazastreifen eingeleitet.

Im April dieses Jahres hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen bis zum 2. Oktober verlängert. Sie würde noch auf die Bearbeitung ihrer Rechtshilfeersuchen durch die USA und Israel warten. Am Mittwoch hat die israelische Staatsanwaltschaft bekannt gegeben, die israelischen Militärbehörden hätten die Ermittlungen zum Beschuss des World-Central-Kitchen-Hilfskonvois im Gazastreifen eingestellt.

Außenministerium: Umstände müssen vollständig aufgeklärt werden 

Am Donnerstag erklärte das polnische Außenministerium auf X, es nehme die Entscheidung „mit großer Enttäuschung“ zur Kenntnis. „Im Zusammenhang mit dieser Entscheidung wurde der israelische Botschafter in Warschau ins Außenministerium einbestellt. Die polnische Seite äußerte sich kritisch zu den bisherigen Maßnahmen zur Aufklärung der Ursachen und des Verlaufs der Tragödie. Sie wies darauf hin, dass die Ermittlungen in diesem Fall parallel von der Bezirksstaatsanwaltschaft in Przemyśl geführt werden, und forderte Israel auf, den zuständigen polnischen Behörden alle erforderlichen Erklärungen und Unterlagen zu übermitteln, um die die polnischen Ermittler gebeten haben“, hieß es in der Erklärung.

Nach Angaben des Ministeriums „müssen die Umstände, unter denen sich die Tragödie im Jahr 2024 ereignete, vollständig aufgeklärt werden“. Weiter hieß es: „Das Außenministerium akzeptiert es nicht, dass die Verantwortlichen sich ihrer rechtlichen und moralischen Verantwortung entziehen. Den Familien steht eine angemessene Entschädigung zu.“

Bei dem Angriff auf den Konvoi wurden sieben Helfer getötet. Neben dem Polen kamen auch Staatsbürger Großbritanniens, eine Australierin, ein sowohl amerikanischer wie auch kanadischer Bürger sowie ein palästinensischer Fahrer ums Leben. Nach dem Angriff hatte die Organisation World Central Kitchen ihre Arbeit in der Region eingestellt. Die bei dem israelischen Angriff getöteten Helfer hatten Lebensmittelhilfen von einem Schiff verteilt, das wenige Stunden zuvor aus Zypern im Gazastreifen eingetroffen war.


RMF24/MSZ/ps

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