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Menschenrechtsprojekt meldet mutmaßliche Zwangsrekrutierungen in Russland

21.08.2026 11:41
Ein Menschenrechtsprojekt berichtet von 14 Fällen, in denen Männer in Russland mit Gewalt oder Drohungen zum Militärvertrag gedrängt worden sein sollen. Demnach wurde in Noworossijsk etwa ein Mann von Polizisten geschlagen; außerdem seien ihm Drogen untergeschoben worden. Anschließend sei er vor die Wahl gestellt worden: „entweder Anklagebank oder Front“. 
Der russische Prsident Wladimir Putin nimmt an einer Besprechung an Bord des Raketenkreuzers Waryag teil, whrend er eine Militrbung der Pazifikflotte in der fernstlichen Region Sachalin in Russland beobachtet, 13. August 2026. SputnikGavriil GrigorovPool via REUTERS
Der russische Präsident Wladimir Putin nimmt an einer Besprechung an Bord des Raketenkreuzers „Waryag“ teil, während er eine Militärübung der Pazifikflotte in der fernöstlichen Region Sachalin in Russland beobachtet, 13. August 2026. Sputnik/Gavriil Grigorov/Pool via REUTERSSputnik/Gavriil Grigorov/Pool via REUTERS

Menschenrechtsaktivisten berichten von Fällen mutmaßlicher Zwangsrekrutierung in Russland. Das Projekt „Iditie Lesom“ teilte mit, 14 Fälle dokumentiert zu haben, in denen Männer nach eigenen Angaben mit Gewalt, Drohungen oder Täuschung zur Unterzeichnung eines Militärvertrags gedrängt worden seien. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Nach Darstellung des Projekts wurde in Noworossijsk ein Mann von Polizisten geschlagen; außerdem seien ihm Drogen untergeschoben worden. Anschließend sei er vor die Wahl gestellt worden: „entweder Anklagebank oder Front“. Der Mann habe daraufhin einen Vertrag mit der Armee unterschrieben. Ähnliche Fälle seien in Omsk, Archangelsk, Birobidschan und Ulan-Ude registriert worden.


Zuvor hatte die krimtatarische Partisanenbewegung „Ateş“ über Telegram von einer angeblichen verdeckten Operation russischer Dienste berichtet. Demnach würden Grenzbeamte an den Flughäfen Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg Männer im wehrfähigen Alter, die ins Ausland fliegen wollen, besonders lange kontrollieren. Häufig dauerten die Kontrollen nach Angaben von „Ateş“ bis zum Abflug der Maschine. Ziel sei es, die Ausreise junger Russen zu erschweren.


Laut der offiziellen Darstellung der russischen Behörden, gewinne die Armee ihre Vertragskräfte vor allem auf freiwilliger Basis.

IAR/adn

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