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Ukraine: Korruption bei Übergabe polnischer U-Bahn-Wagen

16.09.2026 06:40
Das Nationale Antikorruptionsbüro der Ukraine (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAP) haben eine neue kriminelle Gruppe aufgedeckt. Sie soll sich beim Transport von gespendeten U-Bahn-Wagen der Warschauer Metro mehr als 2,7 Millionen Euro zulasten des Unternehmens Kyjiwskyj Metropoliten (Kiewer Metro) angeeignet haben.
Ende 2022 hatte sich die Warschauer Metro bereit erklrt, dem Unternehmen Kyjiwskyj Metropoliten 60 U-Bahn-Wagen kostenlos zu berlassen. Die Kosten fr deren Transport sollte die ukrainische Seite tragen.
Ende 2022 hatte sich die Warschauer Metro bereit erklärt, dem Unternehmen Kyjiwskyj Metropoliten 60 U-Bahn-Wagen kostenlos zu überlassen. Die Kosten für deren Transport sollte die ukrainische Seite tragen.ztm.waw

Ende 2022 hatte sich die Warschauer Metro bereit erklärt, dem Unternehmen Kyjiwskyj Metropoliten 60 U-Bahn-Wagen kostenlos zu überlassen. Die Kosten für deren Transport sollte die ukrainische Seite tragen, teilte das NABU auf Telegram mit. Zur Organisation des Transports hat das Unternehmen 2023 mehrere Ausschreibungen für den Kauf von Transport- und Speditionsdienstleistungen durchgeführt. Den Zuschlag erhielt ein Unternehmen, das den Transport zu einem deutlich überhöhten Preis angeboten hat – für rund 3,7 Millionen Euro.

Nach Angaben des NABU wurde das Geld nach der Zahlung auf Konten einer anderen kontrollierten Firma im Ausland überwiesen. Anschließend sollen die Beteiligten ebenfalls im Ausland ein Unternehmen gefunden haben, das den Transport für 1 Million Euro durchführen konnte. Die verbleibenden 2,7 Millionen Euro sollen die Beteiligten des Systems für sich behalten haben. Beschuldigt werden ein ehemaliger Mitarbeiter des kommunalen Unternehmens Kyjiwskyj Metropoliten, drei Mitarbeiter des Unternehmens, zwei Mitorganisatoren der Straftat sowie der Direktor des kontrollierten Unternehmens.

Ukraine: Ex-Chef der Kiewer Metro in den Korruptionsfall verwickelt

Nach Angaben des ukrainischen Nachrichtenportals Ukrajinska Prawda war unter anderem der ehemalige Chef der Kiewer Metro, Wiktor Brahinski, an der Organisation des Systems beteiligt. 2024 hatte das investigative Portal Bihus.Info zahlreiche Unregelmäßigkeiten in Brahinskis Vermögenserklärungen aufgedeckt. So wurden unter anderem in den Dokumenten von Familienangehörigen des Metrochefs mehrere teure Wohnungen sowie ein Grundstück bei Kiew entdeckt. Nach Abschluss der Ermittlungen war Brahinski zurückgetreten.
Das NABU wurde 2014 gegründet. Seine Einrichtung war eine der Bedingungen für die Zusammenarbeit der Ukraine mit der EU und dem Internationalen Währungsfonds.

PAP/Rz/ps

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