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„Die Verhandlungen haben die Repressionen nicht gestoppt.“ Poczobut zu Gesprächen zwischen USA und Belarus

21.09.2026 11:44
Für 25 freigelassene Menschen und ihre Familien seien die US-vermittelten Schritte von großer Bedeutung, sagt der frühere politische Gefangene und Polonia-Aktivist Andrzej Poczobut. Von einer politischen Öffnung sei man in Belarus jedoch weiterhin weit entfernt.
Westliche Staaten haben Sanktionen gegen Weirussland verhngt, nachdem die Proteste gegen die Manipulation der Ergebnisse der Prsidentschaftswahl 2020 niedergeschlagen worden waren. Damals wurden viele Menschen inhaftiert, Hunderttausende haben das Land verlassen und sich in Nachbarstaaten niedergelassen, darunter in Polen.
Westliche Staaten haben Sanktionen gegen Weißrussland verhängt, nachdem die Proteste gegen die Manipulation der Ergebnisse der Präsidentschaftswahl 2020 niedergeschlagen worden waren. Damals wurden viele Menschen inhaftiert, Hunderttausende haben das Land verlassen und sich in Nachbarstaaten niedergelassen, darunter in Polen. BRAIN STORM/Drop of Light/Shutterstock

Die Verhandlungen zwischen den USA und Belarus haben nach Einschätzung von Andrzej Poczobut zwar Freilassungen bewirkt, die staatliche Verfolgung im Land aber nicht beendet. „Die Verhandlungen haben die Repressionen bislang nicht gestoppt“, sagte der belarussische Journalist und frühere politische Gefangene der Nachrichtenagentur PAP.

Die Entlassung von 25 Menschen aus belarussischen Gefängnissen bezeichnete Poczobut als Erfolg. Für sie und ihre Familien sei dessen Bedeutung kaum zu überschätzen. Nach seiner Einschätzung haben Bemühungen der amerikanischen Diplomatie in den vergangenen Jahren zur Freilassung von mehr als 700 politischen Gefangenen beigetragen.

Eine grundsätzliche politische Öffnung sieht Poczobut darin jedoch nicht. Belarus befinde sich nahezu in einem totalitären Zustand, während die Repressionen andauerten. Der ausbleibende Durchbruch verdeutliche, wie schwer die Repressionsstrukturen zu überwinden seien. Damit stünden die US-Diplomatie und der Westen vor einer schwierigen Aufgabe.

Der US-Gesandte John Coale hatte am Mittwoch auf X die Freilassung von 25 Menschen bekanntgegeben. Er erklärte, Washington wolle die Beziehungen zu Belarus weiterentwickeln und auf weitere Entlassungen hinarbeiten. Zugleich kündigte er an, die USA würden Sanktionen gegen zwei belarussische Unternehmen aufheben.

Poczobut war selbst mehr als fünf Jahre in belarussischen Haftanstalten inhaftiert. Im April kam er aus einer Strafkolonie frei, in der er seit 2023 eine achtjährige Strafe verbüßt hatte. 

PAP/adn


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