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„Das war der einzig mögliche Kompromiss“: Sikorski verteidigt EU-Einigung zu Russland-Sanktionen

23.09.2026 11:57
Die personenbezogenen EU-Maßnahmen gelten nun bis 2029 und erfassen weiter rund 3.000 Einträge. Kyjiw kritisiert die Ausnahme für Usmanow und Fridman scharf und fordert nationale Sanktionen.
Der stellvertretende Ministerprsident und Auenminister der Republik Polen, Radosław Sikorski, spricht nach Abschluss der Generaldebatte der 81. Sitzung der UN-Generalversammlung in New York am 22. dieses Monats mit den Medien. (sko) PAPRadek Pietruszka
Der stellvertretende Ministerpräsident und Außenminister der Republik Polen, Radosław Sikorski, spricht nach Abschluss der Generaldebatte der 81. Sitzung der UN-Generalversammlung in New York am 22. dieses Monats mit den Medien. (sko) PAP/Radek PietruszkaPAP/Radek Pietruszka

Die EU hat ihre personenbezogenen Sanktionen gegen Russland für drei Jahre verlängert. Zugleich wurden die russischen Oligarchen Alischer Usmanow und Michail Fridman von der Sanktionsliste gestrichen. Die Regelung betrifft weiterhin rund 3.000 Personen, Unternehmen und Organisationen, die mit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine in Verbindung stehen.

Außenminister Radosław Sikorski verteidigte die Einigung. „Wir freuen uns nicht darüber, aber das war der einzig mögliche Kompromiss“, sagte er. Die Ausnahme für die beiden Unternehmer sei kein Präzedenzfall, sondern eine einmalige Lösung. Die längere Geltungsdauer verhindere zudem, dass die EU schon nach einem halben Jahr erneut über die gesamte Liste verhandeln müsse.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha verurteilte die Streichungen dagegen als beschämend und unbegründet. Moskau feiere eine Entscheidung, die aus seiner Sicht Straflosigkeit vermittle und die Europäer spalte. Sybiha schlug vor, die EU-Staaten sollten Usmanow und Fridman mit nationalen Sanktionen belegen.

IAR/PAP/adn


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