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„Ein Schlag gegen das eigene Territorium“: Amnuel über die Folgen eines Atomangriffs auf Gdańsk

07.10.2026 12:47
Die russische Exklave ist für Moskaus Militär und den Zugang zur Ostsee strategisch wichtig. Grigorij Amnuel hält das nukleare Risiko bei einer Blockade für wenig wahrscheinlich. Russland würde sein eigenes Territorium verseuchen.
Der russische Prsident Wladimir Putin hlt am 5. Oktober 2026 im Kreml in Moskau, Russland, im Rahmen der Feierlichkeiten zum Lehrertag eine Rede whrend einer Zeremonie zur Verleihung staatlicher Auszeichnungen an Lehrer und Mentoren von Teilnehmern an Russlands militrischer Sonderoperation. EPAGAVRIIL GRIGOROVSPUTNIKKREMLIN POOL  Bildnachwe
Der russische Präsident Wladimir Putin hält am 5. Oktober 2026 im Kreml in Moskau, Russland, im Rahmen der Feierlichkeiten zum Lehrertag eine Rede während einer Zeremonie zur Verleihung staatlicher Auszeichnungen an Lehrer und Mentoren von Teilnehmern an Russlands militärischer Sonderoperation. EPA/GAVRIIL GRIGOROV/SPUTNIK/KREMLIN POOL – BildnachweEPA/GAVRIIL GRIGOROV/SPUTNIK/KREMLIN POOL

Ein russischer Atomangriff auf Gdańsk würde auch Kaliningrad selbst gefährden, betont der unabhängige Politologe Grigorij Amnuel. „Der Einsatz von Atomwaffen gegen einen Nachbarstaat käme einem Schlag gegen das eigene Territorium gleich“, sagte Amnuel im Gespräch mit Polskie Radio. Die radioaktive Wolke würde die russische Exklave bei einem Angriff auf Gdańsk nach seiner Darstellung binnen kurzer Zeit erreichen.

Das Kaliningrader Gebiet ist für Russland von hoher militärischer und strategischer Bedeutung. Dort befinden sich Stützpunkte für Marine- und Raketentruppen; die Exklave spielt zudem bei der Beobachtung der NATO-Ostflanke und für Russlands Präsenz in der Ostsee eine wichtige Rolle.

Amnuel sagte, eine Abriegelung Kaliningrads würde Russland von der Ostsee abschneiden. Moskau werde deshalb zweimal überlegen, bevor es das Gebiet für einen Angriff auf einen NATO-Staat nutze und damit eigene Interessen massiv gefährde.

Russische Drohungen, bei einer Blockade Kaliningrads Atomwaffen einzusetzen, hält der Politologe für wenig glaubwürdig. Völlig ausschließen wolle er diesen Fall jedoch nicht. Die Führung in Moskau sei nach seiner Einschätzung eher als andere Regierungen bereit, die eigene Bevölkerung schweren Risiken auszusetzen.

IAR/adn


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