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Nach Challengegerüchten: Polizei kontrolliert landesweit mehr als 10.000 Bildungseinrichtungen

09.10.2026 10:53
Nach zwei Messerangriffen in Masowien verstärkt Polen den Schutz von Bildungseinrichtungen. Ermittler prüfen Drohungen im Netz. Gerüchte über eine angebliche Online-Challenge konnten bislang nicht bestätigt werden.
Schler mit ihren Eltern vor der Johannes-Paul-II.-Grundschule in Leszczydół-Nowiny, am 8. dieses Monats. Ein 15-jhriger ehemaliger Schler betrat das Schulgebude und verletzte drei Personen, darunter den Schulleiter und eine Hausmeisterin. Eine 37-jhrige Schulangestellte, die von dem 15-Jhrigen angegriffen wurde, starb. Der Schulleiter berwl
Schüler mit ihren Eltern vor der Johannes-Paul-II.-Grundschule in Leszczydół-Nowiny, am 8. dieses Monats. Ein 15-jähriger ehemaliger Schüler betrat das Schulgebäude und verletzte drei Personen, darunter den Schulleiter und eine Hausmeisterin. Eine 37-jährige Schulangestellte, die von dem 15-Jährigen angegriffen wurde, starb. Der Schulleiter überwälPAP/Marcin Obara

Die polnische Polizei hat nach den jüngsten Angriffen an Schulen landesweit mehr als 10.000 Bildungseinrichtungen kontrolliert. Im Zusammenhang mit strafbaren Drohungen seien bislang zehn Menschen festgenommen worden, teilte das Hauptkommando der Polizei mit. Dreizehn Vorfälle begründeten demnach den Verdacht einer Straftat.

Die Polizei verstärkte Patrouillen im Umfeld von Schulen. Mit Zustimmung der Schulleitungen können Beamte auch Schulgebäude betreten. Das Zentrale Büro zur Bekämpfung der Cyberkriminalität überwache das Internet rund um die Uhr und prüfe alle Hinweise auf Gewaltandrohungen oder mögliche Gefahren für Schüler und Beschäftigte, erklärte die Polizei.

Gerüchte über eine Internet-Challenge im Zusammenhang mit den jüngsten Gewalttaten bestätigten sich bislang nicht. „Bislang weist nichts darauf hin, dass ein solches Ereignis tatsächlich stattgefunden hat“, erklärte die Polizei. Sie appellierte, ungeprüfte Informationen nicht weiterzuverbreiten und verdächtige Beobachtungen den Behörden zu melden.

Auslöser der landesweiten Maßnahmen sind zwei Messerangriffe in Masowien. In Ostrołęka verletzte ein 19-Jähriger am Mittwoch neun Menschen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem versuchten Mord an mehreren Menschen vor. Einen Tag später wurde in Leszczydół-Nowiny eine Schulmitarbeiterin getötet, zwei weitere Menschen wurden verletzt.

Einige Kommunen in Masowien setzten am Freitag vorsorglich den Unterricht an einzelnen Schulen und Kindergärten aus. Landesweite Schulschließungen wurden nicht angeordnet. Über eine vorläufige Unterbringung des 15-jährigen Tatverdächtigen von Leszczydół-Nowiny in einer Einrichtung für Minderjährige sollte am Freitag ein Gericht entscheiden.

IAR/PAP/adn


Angriff an Schule in Ostrołęka: 19-Jähriger hatte offenbar auch Sprengsatz dabei

07.10.2026 20:28
Nach dem Messerangriff auf neun Menschen an einer Berufsschule im polnischen Ostrołęka gibt es neue Erkenntnisse. Im Rucksack des 19-jährigen Tatverdächtigen wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein selbstgebauter Sprengsatz gefunden.